Aachen: „Economy Meets Arts”: Kunst und Wirtschaftt profitieren voneinander

Aachen : „Economy Meets Arts”: Kunst und Wirtschaftt profitieren voneinander

Kunst und Wirtschaft haben auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun. Doch Firmen und Kulturschaffende können voneinander profitieren, wenn sie eng zusammenarbeiten. Besonders gelungene Kooperationen wurden am Freitag mit dem „EMA - Economy Meets Arts”-Preis ausgezeichnet.

Vergeben wird der Preis vom Amt für Kultur und empirische Forschung der Städteregion in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion, dem KuK-Zentrum Monschau, dem Frauenkulturbüro NRW aus Krefeld und dem Museum für Zeitgenössische Kunst in Eupen.

Damit wolle man zeigen, „dass dieses Konglomerat, dass immer noch als exotisch gilt, in der Praxis mit Pfiff umgesetzt werden kann”, sagte Dr. Nina-Mika-Helfmeier, Kulturbeauftragte der Städteregion und Vorsitzende der Jury des „EMA”-Preises. Das Engagement müsse dabei von beiden Seiten ausgehen. „Beide Partner müssen sich darauf einlassen. Firmen sollen nicht nur kulturelle Projekte implementieren, sondern es müssen beide aufeinander zugehen”, sagte Mika-Helfmeier.

Insgesamt gab es 70 Anfragen auf die Ausschreibung des Preises. 37 Projekte entsprachen dabei den Förderrichtlinien. 22 kamen in die engere Auswahl. Zum Schluss wurden zwei Hauptpreise, die jeweils mit 10 000 Euro dotiert sind, vergeben. Gewonnen haben die Aachener Regisseurin und Choreografin Nicole Erbe und Anne Kreth (Pletschmühle in Hückelhoven-Baal).

Auf dem alten Bauernhof von Anne Kreth starteten sie das Projekt „Stadt-Land-Kunst”. Erstes Ergebnis sind die „Theaterabende mit Nebengeräuschen und Gerüchen”. Dabei wird die historische Pletschmühle zur Kulisse, landwirtschaftliche Geräte zu Requisiten und Tiere zu Komparsen.

Ebenfalls mit dem Hauptpreis wurden die Künstlerin Gabi Peters und die Firma „The Red Ponit” (beide Dortmund) ausgezeichnet. Junge Künstler haben die Gelegenheit die Werkstatt des Industrieunternehmens für ihre Arbeit an Skulpturen und Installationen zu nutzen.

Der Förderpreis, der mit 5000 Euro dotiert ist, geht an den Aachener Fotografen Pit Siebigs für sein Fotoprojekt zur Industriegeschichte der Region, das er in Kooperation mit der Stolberger Firma Prym durchführte.

Alle Preisgelder sind zweckgebunden, sie müssen eingesetzt werden, um die Projekte fortzuführen und noch weiter zu intensivieren.