Wegberg: Durch eine wunderschöne Landschaft spazieren gehen

Wegberg : Durch eine wunderschöne Landschaft spazieren gehen

„Das Ringen um den Eisernen Rhein geht weiter”, hieß es kürzlich in unserer Zeitung. Da wurde publik gemacht, was nur Insidern bekannt war, dass sich nämlich die Vertreter der deutschen, belgischen und niederländischen Verkehrsministerien in Brüssel getroffen hatten, um über die Wiederinbetriebnahme der Strecke Antwerpen-Roermond-Dalheim-Mönchengladbach-Duisburg zu reden.

Eine endgültige Entscheidung fiel nicht, man konnte sich über finanzielle Einzelheiten nicht einigen. Gestorben ist das Projekt allerdings noch lange nicht, zu groß ist die Bedeutung des Güterverkehrs auf der Schiene.

Aber da existiert bereits seit Jahren auch ein Kooperationsverband Eiserner Rhein Mittel-Limburg, der sich für den Erhalt der hohen Lebensqualität entlang der historischen Strecke stark macht.
Ihm gehören Städte und Gemeinden längs der Trasse und weitere Institutionen an, Vorsitzender ist der Wethouder (Beigeordneter oder 2. Bürgermeister) Gerard IJff aus Roermond. Diese Vereinigung hat in den vergangenen Jahren immer wieder Hintergrundinformationen zusammengetragen und veröffentlicht in der Hoffnung, eine gute und akzeptable Alternative der Streckenführung zu erreichen.

Die Vereinigung hatte jetzt zu einer Pressepräsentation in das Hotel St. Ludwig in Vlodrop-Station eingeladen, um neue Aktionen und eine veränderte und verbesserte Internetseite vorzustellen. Das Interesse war groß. So waren auch Vertreter von Kommunen, darunter Bürgermeisterin Hedwig Klein anwesend.

Eine besondere Neuerung wurde von Pressesprecher Mario Ogrinc herausgestellt: Inzwischen gibt es eine längere und zwei kürzere Wanderrouten entlang der Trasse des Eisernen Rheins. Die haben ihren Anfangs- oder ihren Endpunkt an der Dalheimer Mühle und am Hotel St. Ludwig im niederländischen Vlodrop.

Dort sind auch jeweils Hinweistafeln angebracht, die über den Verlauf der Strecke informieren. Die Wanderstrecke führt durch die landschaftliche wunderschöne Gegend und wird manchen nicht nur zu einem solchen Spaziergang animieren, gleichzeitig aber auch mit dem Problem der befürchteten Belastung durch Güterzüge konfrontieren.