Erkelenz-Granterath: Dritte-Welt-Lädchen muss dem neuen Pfarrheim weichen

Erkelenz-Granterath : Dritte-Welt-Lädchen muss dem neuen Pfarrheim weichen

Ein Ort der Begegnung und der Hilfe hat in der Pfarrgemeinde St. Michael Granterath für immer geschlossen: das „Dritte-Welt-Lädchen”.

Das kleine Gebäude links neben der Pfarrkirche war Anlauf- und Verkaufsstelle zugleich.

In diesen Räumlichkeiten war viele Jahre die Pfarrbücherei untergebracht, ehe vor 25 Jahren hier Kurse in Makramee-Arbeiten und Gestecke angeboten wurden.

Ab dem 13. April 1992, - in der Nacht hatte ein Erdbeben die Bewohner erschreckt -, nahm das „Dritte-Welt-Lädchen” mit Artikeln aus Sri Lanka, Uruguay und Brasilien die Arbeit auf. Die eigentlichen Hilfsaktionen liefen zu diesem Zeitpunkt bereits sechs Jahren.

Der Sinn lag in der Hilfe zur Selbsthilfe, wie Hildegard Wilms im Gespräch bei der Eröffnung erklärte. Nur so war diese Unterstützung sinnvoll und hilfsreich.

In den Jahren des Wirkens sind dank Spenden an Kleidung Textilien, Wolle, Garne, Nähmaschinen und vieles mehr unzählige Lieferungen nach Rotterdam gebracht und per Schiff nach Brasilien geschickt worden, wo die Geschenke aufs Sehnlichste erwartet wurden.

Inzwischen wurde mit dem Abbruch des Gebäudes begonnen. An gleicher Stelle soll das neue Pfarrheim errichtet werden.

Im weiteren Gespräch bedankte sich Hildegard Wilms beim Dritte-Welt-Lädchen-Team und allen Spendern für die jahrelange Unterstützung, die in Brasilien auf fruchtbarem Boden fiel.

Nicht nur das Lädchen wurde geschlossen, auch die Frauengemeinschaft hat jetzt nach 30 Jahren ihre Arbeiten eingestellt. Damit fällt auch die so beliebte Frauensitzung zur Karnevalszeit aus.