Heinsberg-Dremmen: Dremmen erhält einen echten Ortsmittelpunkt

Heinsberg-Dremmen : Dremmen erhält einen echten Ortsmittelpunkt

Nicht nur die Lichter der Adventszeit werden in diesem Jahr den Heinsberger Stadtteil Dremmen zum Strahlen bringen. Bis Ende November soll nämlich die lang ersehnte Dorferneuerung entlang der Lambertusstraße bis zur Pfarrkirche fertiggestellt sein.

Dann wird sich für den Besucher des Dorfes ein neues, freundliches Bild ergeben.

Ziel der Planung ist es, einen zentralen Ortsmittelpunkt im Bereich der Lambertuskirche zu schaffen. Eine Umorganisation der Stellplätze und Reduzierung der Straßenquerschnitte auf das notwendige Maß von 6,5 Meter ermöglicht es, den gewonnenen Raum als Aufenthaltsfläche zu nutzen.

Die Stellplätze werden an der Nordseite der Lambertusstraße als Längsparker und an der Südseite als straßenbegleitendes Parken organisiert. Neben einer Verbreiterung der Gehwegbereiche wird vor der Kirche unter Einbeziehung des Ehrenmals ein Platz mit Sitzmöglichkeiten geschaffen.

Der Ausbau der Straße erfolgt höhengleich, wobei die Parkflächen und Gehwege mit einem zwei Zentimeter hohen Flachbord gegenüber der Fahrbahn abgegrenzt werden. Als Material ist für die Gehbereiche und Parkflächen Betonsteinpflaster vorgesehen.

Der Kirchvorplatz wird mit einer radialen Bänderung gegliedert und hebt sich somit von der übrigen Gestaltung als Dorfmittelpunkt ab. Auch der braun getönte Splitt-Mastix-Asphalt auf der Fahrbahn akzentuiert die Ortsmitte um die Lambertuskirche. Die einmündende Schulgasse wird über einen Belagwechsel beim Gehweg hervorgehoben und leitet den Fußgänger zu der neu gestalteten Querungshilfe der Lambertusstraße. Eine breite Rinne, die im Bedarfsfall überfahren werden kann, engt die Fahrspur optisch ein.

Die Bauarbeiten werden noch Ende August beginnen und insgesamt 415.000 Euro verschlingen. Ein Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung Köln über 102.500 Euro liegt der Stadt bereits vor. Ursprünglich wurde sogar mit einer Zuwendung in Höhe von 50 Prozent der anrechenbaren Kosten kalkuliert.

Doch diese Reduzierung wirft die Stadt nicht aus der Bahn. „Es ist für uns wichtig, dass der Bürger sich darauf verlassen kann, dass einmal beschlossene Maßnahmen auch umgesetzt werden”, so Bürgermeister Josef Offergeld, der jetzt mit Theo Esser die Maßnahme vor Ort erläuterte.