Kreis Heinsberg: Drei von vier Delikten werden nicht aufgeklärt

Kreis Heinsberg : Drei von vier Delikten werden nicht aufgeklärt

In nur einer einzigen Nacht wurden in Erkelenz und Hückelhoven etliche Fenster- und Schaufensterscheiben eingeworfen, Gullydeckel aus Straßen gehoben und in Vorgärten geschleudert, Fassaden mit Farbe beschmiert und Autos demoliert.

In Geilenkirchen und Übach-Palenberg registriert die Polizei derzeit eine immense Zunahme von Graffity-Schmierereien. Zwischen 1993 und 2007 hat sich die Zahl der jährlich gemeldeten Sachbeschädigungen im Kreis Heinsberg von 1024 auf 2131 Fälle mehr als verdoppelt. Damit liegt der Kreis Heinsberg in der Steigerungsrate rund 17,5 Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Meist denke man in der Bevölkerung, die meisten Sachbeschädigungen seien nur Unfug von Kindern, doch das stimme so nicht, weiß Kriminalhauptkommissar Franz Heinrichs. Insgesamt ermittelte die Polizei im Jahr 2007 513 Tatverdächtige. Davon waren allerdings nur 281 den Altersgruppen Kinder, Jugendliche und Heranwachsende zuzuordnen. „Im Bereich der Sachbeschädigung bleiben drei von vier Fällen unaufgeklärt, sodass hier eine Alterszuordnung nicht möglich ist.”