Erkelenz: Dozentin: Unverständnis für Verwaltung

Erkelenz : Dozentin: Unverständnis für Verwaltung

Totgesagte leben länger. Kurz vor dem Jahreswechsel nahm die Kunstschule Wegberg im fließenden Übergang ihre Arbeit in Erkelenz auf. Einen Tag zuvor hatte sie noch im Wegberger Kloster ihre letzten Kurse gegeben. Auch wenn am neuen Standort noch alles ein wenig improvisiert wirkt, geht der Unterricht weiter.

In ehemaligen Büroräumen an der Südpromenade 25 stehen der Schule rund 170 Quadratmeter zur Verfügung. „Die Schüler kommen auch nach Erkelenz zu uns, weil sie den Unterricht der Dozenten mögen”, erklärt Patricia Olivier-Sicher. „Die Arbeit der Kunstschule hängt nicht vom Standort ab”, betont sie.

Nachdem der Rausschmiss aus dem Kloster amtlich war, habe es einige Abmeldungen gegeben. „Doch es liegen auch schon neue Anmeldungen vor”, erklärt die Leiterin der Schule. Sie schaut ohne Groll zurück nach Wegberg. Vielmehr empfinde sie Unverständnis für das Vorgehen der Verwaltung. „Letztendlich wurde uns der Schwarze Peter in die Schuhe geschoben.”

Auch gegen das Gerücht, sie hätten keine solide betriebswirtschaftliche Basis vorlegen können, wehren sich die die Schulleiterin sowie auch ihr Ehegatte. Vielmehr, so sind sich die beiden sicher, habe die Stadt Wegberg ihnen ein ums andere Mal Steine in den Weg gelegt.