Kreis Heinsberg: Dozenten der Kreismusikschule stellen ihr Können unter Beweis

Kreis Heinsberg : Dozenten der Kreismusikschule stellen ihr Können unter Beweis

Die Kreismusikschule Heinsberg feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Sie hat inzwischen weit über den Kreis hinaus in der Musikszene einen beachtlichen Ruf erworben.

In der Musikschule begannen zahlreiche Instrumentalmusiker und Vokalisten ihren musikalischen Weg, die später ihre weitere Ausbildung an Hochschulen fortsetzten und heute im In- und Ausland Erfolge feiern.

Zu danken ist dies den an der Kreismusikschule tätigen hervorragenden Dozenten. Dass die Nähe zu den Niederlanden sich zusätzlich positiv auswirkt, zeigt sich an dort beheimateten Dozenten, die zum Teil ihre eigenen Studien an Konservatorien in Maastricht und Köln absolvierten.

Zu Beginn der Festwoche lernten die Gäste in der Ramachers Mühle in Wegberg einige Dozenten nicht als Pädagogen, sondern einmal als Konzertanten kennen. Den Anfang machte der Heerlener Violinist Ernest Frissen, der nicht nur als Dozent, sondern auch mit seinem Salonorchester „Da Capo” bekannt wurde.

Die niederländische Pianistin Ellen Heslenfeld begleitete ihn beim Vortrag der Sonate op. 45 c moll von Edward Grieg, dem norwegischen Komponisten mit den schottischen Wurzeln. Frissen zeigte auch seine Virtuosität zusammen mit Mathias Amkreutz an der Violine und Ellen Heslenfeld bei den fünf Stücken für zwei Violinen und Klavier von Dmitri Schostakowitsch. Es war ein Genuss, den Künstlern zu zuhören und das Können zu bewundern.

Natalie Diart aus Heinsberg-Dremmen, die sich längst als Solistin einen Namen gemacht hat und für die gesangliche Ausbildung an der Kreismusikschule verantwortlich zeichnet, trug Johannes Brahms - am Klavier Marjorie Breekveldt - vor, später auch noch - von Esther Becker an der Querflöte begleitet - mit ihrem glockenreinen Sopran Werke von Maurice Ravel und Camille Saint-Saens.

Nach der Pause begeisterte dann der 1974 in der Ukraine geborene Roman Viazovskiy mit seiner Gitarre. Der Künstler, der in der Ukraine bereits Stipendien erhielt, in Detmold, Köln sein Können erweiterte, in den USA und Japan schon auftrat, inzwischen auch Initiator und künstlerischer Leiter des Internationalen Gitarrenfestivals in Heinsberg und mehrfacher Preisträger ist, gestaltete mit seinem Instrument den zweiten Teil des Abends.

Den Abschluss bildete dabei „Round Midnight” des 1982 verstorbenen afroamerikanischen Jazzmusikers Thelonius Monk. Es wäre müßig, Roman Viazovskiy in ein Bewertungsschema zu fügen. Man muss ihn erlebt haben, als Laie seine Fingerfertigkeit staunend bewundern und die Ausdrucksfähigkeit des Vortrages aufnehmen. Ohne das Können der anderen Künstler auch nur im Geringsten zu schmälern, war sein Vortrag sicherlich ein glanzvoller Schlusspunkt des Abends.

So geht die Festwoche der Musikschule weiter

Am Donnerstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr, gestalten fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler ein Konzert in der Zweigstelle der Kreismusikschule in Übach-Palenberg an der Schulstraße. Auf dem Programm stehen Werke für Klavier, Violine, Querflöte, Klarinette, Trompete und Gitarre.

Am Samstag, 3. Oktober, gibt es zwei Veranstaltungen. Von 14 bis 17 Uhr findet im Berufskolleg in Erkelenz am Schulring ein Kinderfest statt. Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren sind eingeladen, im Zauberwald, Indianerland oder Melodienzauber zu singen, zu tanzen und zu musizieren. Am Abend um 20 Uhr lädt die Musikschule ein zum Meisterkonzert mit Eva Dollfuß, Violine, und Paul Rivinius, Klavier, in die Leonhardskapelle in Erkelenz an der Gasthausstraße. Auf dem Programm stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Maurice Ravel und Franz Schubert.

Am Sonntag, 4. Oktober, um 11Uhr endet die Festwoche mit einem Festakt in der Stadthalle in Erkelenz am Franziskanerplatz. Neben viel Musik mit Schülern und Lehrern wird das Wirken der Musikschule in den vergangenen 40 Jahren in einigen Redebeiträge gewürdigt. Andreas Genschel, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Musikschulen in NRW, hält die Festrede.