Heinsberg: Dokumentation wird korrigiert: Bombenangriff forderte mehr Opfer

Heinsberg : Dokumentation wird korrigiert: Bombenangriff forderte mehr Opfer

Die Zahl der getöteten Zivilpersonen beim verheerenden Bombenangriff am 16. November 1944 auf Heinsberg muss korrigiert werden. Die im Mai herausgegebene Dokumentation „Zum Gedenken - an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft während der NS-Zeit” aus der Feder von Hans Beythen wird nach neuen Recherche-Ergebnissen um fünf Personen ergänzt. Es handelt sich dabei um einen Soldaten, zwei Kinder und ein Ehepaar.

Severin Heinrichs aus der Hochstraße 100 starb demnach am 30. Juli 1945 an den Folgen einer Kriegsverletzung in Aachen. Die beiden Kinder, die Beythen in historischen Dokumenten ausfindig machen konnte, waren Friedhelm Huestegge aus der Unterbrucher Straße 16, der erst kurz nach Kriegsende am 28. Mai 1946 durch eine Minenexplosion ums Leben kam, und Josef Wilms aus der Unterbrucher Straße 53, der am 8. Oktober 1944 an einem Granatsplitter in Erpen starb.

Bei dem Ehepaar handelt es sich um Dr. Ernst und Magdalena Scharff, geb. Mock, aus der Bahnhofstraße 15. Sie starben beim Bombenangriff am 16. November 1944, wurden aber erst am 2. September und 19. August 1946 auf ihrem Trümmergrundstück entdeckt.

Die Eheleute hatten nach Beythens Feststellungen keine Verwandten in Heinsberg und wurden daher in den allgemeinen Kriegswirren offenbar nicht vermisst. Damit, so der Hobbyforscher, erhöhe sich die Zahl der beim Bombenangriff getöteten und bislang erfassten Zivilpersonen von 52 auf 54. 36 von ihnen stammten aus Heinsberg.

Wer das Gedenkbuch von Hans Beythen bereits besitzt, kann das Ergänzungsblatt kostenlos in der Buchhandlung Gollenstede in Heinsberg, Hochstraße 62, erhalten. Die Gesamtbroschüre ist selbstverständlich hier auch vorrätig.