Heinsberg: Diese Räuber stehlen nur schlechte Laune

Heinsberg : Diese Räuber stehlen nur schlechte Laune

„Die Naach is noch su lang”. . . Karl-Heinz Brand, Kurt Feller, Norbert Campmann und Wolfgang Bachem, besser bekannt als Kölner Mundartgruppe „De Räuber”, hatten es wohl geahnt, als sie ihr Konzert zum Auftakt der Heinsberger Frühkirmes ausgerechnet mit diesem Song begannen.

Es wurde eine lange Nacht, die mit dem Konzertfinale kurz vor Mitternacht längst noch kein Ende fand.

Danach nämlich mischten sich die Kölner Musiker unters Volk, schrieben Autogramme auf Plakate, Karten, Shirts und Haut und tranken mit ihren begeisterten Fans statt Kölsch so manches Pils im Heinsberger Festzelt.

Bis dahin aber hatten sie mit einem tollen musikalischen Programm, das auch die Besucher im „VIP-Bereich” des Festzeltes von den Stühlen holte, auch den letzten Gast für sich eingenommen.

„Wir bringen Stimmung und rauben nur die schlechte Laune”, hatte Räuber-Chef Karl- Heinz Brand den Initiatoren schon im Vorfeld des Heinsberger Kirmesauftaktes versprochen.

Dieses Versprechen lösten die Räuber mit ihrem mehr als dreistündigen Konzert ein, das ihnen zweifellos eine Reihe neuer Fans brachte.

„Ich war schon immer von „De Räuber” angetan, jetzt bin ich einfach begeistert”, strahlte ein Besucher schon zur Halbzeit des Konzertes.

Beim dritten Song, „Kölsche Junge bütze joot” hatten De Räuber ihr Publikum bereits fest im Griff. Das kam übrigens nicht nur aus dem Heinsberger Land.

Der „Stammdesch lustige Kalkarer” hatte zu seinem 25-jährigen Bestehen einen ganzen Bus gechartert und reiste aus Köln-Kalkar zum Räuber-Konzert nach Heinsberg. Klar, dass sie, wie auch Heinsbergs Bürgermeister

Josef Offergeld, der sich ebenfalls prächtig amüsierte, von Räuber-Chef Karl-Heinz Brand besonders begrüßt wurden.

Im gleißenden Scheinwerferlicht gab die Kölner Truppe wirklich ihr Bestes, um die Gäste in Stimmung zu bringen. 1000 oder 1200 Besucher, das war am Ende eigentlich egal.

Der Blick ins dicht gefüllte Riesenfestzelt ließ die Organisatoren von Schützen, HKV und HeinsbergCard-Betreibergesellschaft zusätzlich in Stimmung kommen, können sie doch diese gemeinsame Aktion als einen Riesen-Erfolg verbuchen.

Das Publikum machte begeistert mit, sang und schunkelte, ob bei frivol-frechen Titeln wie „Ich dun et nit mih” oder melancholischen Songs wie „Wat och passeet”.

Im zweiten Teil ging dann die Post so richtig ab. „Am Eigelstein es Musik” oder „Komm an de Thek”, da sangen auch die letzten Gäste an der Theke mit.

Der „Titicacasee”, das Lied, mit dem die Popularität der Räuber ihren Anfang nahm, „Op dem Maat”, „Wenn et Trömmelche jeht”, „Schau mir in die Augen” oder der letzte Hit, „Die Rose”, erinnerten an die verschiedenen Karnevalsauftritte der Truppe in den Kölner Sitzungen und auch auf den Bühnen des Heinsberger Landes.

Weitere Musik, die für Stimmung sorgte, war ein RocknRoll-Medley „aus einer Zeit, wo die Musik noch handgemacht war”, wie Karl-Heinz Brand ankündigte. Auch das beherrschen „De Räuber” perfekt.

Ein Wiedersehen gibt es in Heinsberg mit den Räubern bereits im September beim Jubiläumsschützenfest der St.-Martini-Bruderschaft Lieck. Ein Tipp für alle, die vielleicht jetzt die Räuber live in Heinsberg versäumt haben.