Erkelenz: Die vielen Seiten der Seide

Erkelenz : Die vielen Seiten der Seide

Kunst sei zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens, zitierte Ulrike Wirtz vom sozialen Dienst des Johanniter-Stifts in Erkelenz einen Satz von Jean Paul zu Beginn der Ausstellungseröffnung „Vielseitigkeit” in den Räumen des Stifts.

Dieser Satz sei ein schönes Motto für die Ausstellung, befand Ulrike Wirtz, die die vielen Gäste herzlich willkommen hieß. Schals, Kissen, Krawatten, Bilder, Collagen und vieles mehr gab es bei der ersten Ausstellung mit Werken aus Seidenmalerei in diesem Jahr zu bestaunen.

Daher auch der Titel „Vielseitigkeit”, wusste die Künstlerin, Ulrike Nittritz aus Mönchengladbach, zu berichten: „Mit dem gewählten Wortspiel möchte ich aufmerksam machen auf die Vielseitigkeit des Werkstoffes Seide.”

Gemeint sei mit dem Titel aber auch die Vielseitigkeit an Stilrichtungen ihrer Malerei.

Die Seidenmalerei lasse der Phantasie des Betrachters genügend Freiraum, so die Künstlerin, die viele ihrer Werke auch mit Sprüchen versehen hat, wie etwa mit „Der größte Reichtum des Lebens sind kleine Sonnenstrahlen, die täglich auf unseren Weg fallen...” oder etwa „Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer....”

Seit 13 Jahren geht Ulrike Nittritz bereits ihrer Leidenschaft, der Seidenmalerei, nach, hat ihr Hobby dabei fast zu ihrem Beruf gemacht. Denn mit einem Kollegen führt sie gemeinsam in Mönchengladbach einen Groß- und Einzelhandelsladen für Dekorationsbedarf und Bastelmaterialien.

Über dem Laden befindet sich praktischerweise auch ihr Atelier, wie die Künstlerin im Gespräch mit der Heinsberger Zeitung verriet.

Seit sie das Geschäft habe, brauche sie nicht mehr so viele Auftragsarbeiten zu machen und könne sich mehr „eigenen” Kunstwerken widmen.

Die Arbeiten können noch bis Anfang Januar in den Räumen des Stifts betrachtet werden.