Heinsberg: Die Stadt Heinsberg hat ihr Konjunkturpaket geschnürt

Heinsberg : Die Stadt Heinsberg hat ihr Konjunkturpaket geschnürt

Vier Projekte wird die Stadt Heinsberg mit finanziellen Mitteln aus dem Konjunkturpaket II realisieren: einen Erweiterungsbau für die Realschule in Heinsberg, die energetische Sanierung der Hauptschule in Oberbruch, die Erneuerung der Fenster im Altbau der Realschule in Oberbruch und die energetische Sanierung des Rathauses.

Gegenstimmen gab es im Rat nur von Bündnis 90/Die Grünen, als es um den Erweiterungsbau für die Realschule in Heinsberg ging.

Kämmerer Jakob Gerards hatte zuvor erläutert, der Stadt Heinsberg sei mit Bescheid der Bezirksregierung Köln vom 8. April eine Zuweisung in Höhe von insgesamt 3,1 Millionen Euro bewilligt worden. Davon entfallen 1,8 Millionen Euro auf den Schwerpunkt Bildungsinfrastruktur, 1,3 Millionen Euro auf den Schwerpunkt Infrastruktur. Obwohl andere Kommunen schon sehr früh über geplante Maßnahmen informiert hätten, habe man aus der Heinsberger Verwaltung lange nichts gehört.

Der Grund: Es habe sehr lange eine große Unsicherheit in Bezug auf die Förderungswürdigkeit der Projekte gegeben. „Wir haben die rechtlichen Voraussetzungen für die Förderung zunächst sorgfältig recherchiert und nicht vorschnell gehandelt”, betonte der Kämmer. So freute er sich, zusammen mit Bürgermeister Josef Offergeld vier Projekte vorstellen zu können, von deren Förderungswürdigkeit die Stadtverwaltung ausgeht.

Der Erweiterungsbau der Realschule in Form eines zweigeschossigen, unterkellerten Anbaus mit einem multifunktionalen Aufenthaltsraum und vier großen teilbaren Räumen mit einem Investitionsvolumen von 1,3 Millionen Euro werde notwendig durch die Ausweitung des Unterrichts in der Realschule auf den Nachmittag und die damit verbundenen Probleme für die Jugendmusikschule, die dort nachmittags ebenfalls Unterricht anbiete. Die Grünen stimmten diesem Projekt nicht zu, weil sie in diesem Zusammenhang das Konzept einer Mensa, die ein warmes Mittagessen bietet, nicht berücksichtigt sahen.

Das Gebäude der Hauptschule in Oberbruch, das derzeit noch grundlegend saniert wird, soll zwecks weiterer Energieeinsparung jetzt mit einem Wärmdämm-Verbundsystem ausgestattet werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 220.000 Euro. Der Einbau neuer Fenster in den Altbau der Realschule Oberbruch kostet weitere 350.000 Euro. „Damit muss die Stadt Heinsberg bei dem Investitionsschwerpunkt Bildungsinfrastruktur derzeit circa 35.000 Euro selbst tragen”, so Gerards.

Für das 1970 gebaute und 1981 erweiterte Rathaus sind die Erneuerung der Fenster, der Einbau von Fenstern und einer Lüftung im Ratssaal vorgesehen, darüber hinaus die Sanierung der Fassade im Wärmedämm-Verbundsystem und eine Sonnenschutzanlage. Angedacht ist, das Rathaus in seinem äußeren Erscheinungsbild im Rahmen dieser Maßnahme dem der Begegnungsstätte anzupassen. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt 1,5 Millionen, der Eigenanteil für die Stadt liegt bei 226.000 Euro.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen würden zwei grundlegende Ziele aus dem Programm der CDU-Fraktion verfolgen, würdigte deren Vorsitzender Wilfried Louis die Pläne. Er nannte in diesem Zusammenhang den Klimaschutz durch den Einsatz von effizienten und energiesparenden Technologien sowie die Schaffung von optimalen Lernvoraussetzungen für Schüler.

Brigitte Skottke (SPD) regte an, im Rahmen der Sanierung des Rathauses auch die Folgemaßnahmen im Auge zu behalten.