Erkelenz-Lövenich: Die Spätkirmes im Museum gefeiert

Erkelenz-Lövenich : Die Spätkirmes im Museum gefeiert

Mit einem Tag der offenen Tür hat das Rheinische Feuerwehrmuseum Erkelenz-Lövenich zu Besichtigungen, Kaffee und Kuchen, kühlen Getränken, Spielen für die Kinder und Grillspezialitäten eingeladen, um gleichzeitig Spätkirmes im Nysterbachtal zu feiern.

Damit setzte der Verein Feuerwehrmuseum die Ausrichtung dieses Volksfestes fort und hauchte dem fast vergessenen Brauch neues Leben ein.

1999 wurde noch einmal gefeiert, dann war Schluss - aus Kostengründen verzichteten die Vereine auf die Kirmes. Seit 2006 hat der Verein Feuerwehrmuseum die Ausrichtung übernommen.

Dabei hat die Spätkirmes Ende August, auch Bartholomäus-Kirmes genannt, in Lövenich eine lange Tradition, wie in der Dorfchronik nachzulesen ist. Sie war in frühere Zeiten die Hauptkirmes im Ort und für die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft das große Fest der Schützenaufzüge. Doch dann verlegten die Schützen ihre Auftritte mit Vogelschuss auf Pfingsten und gestalteten sie so zur Hauptkirmes.

Danach übernahmen Ortsvereinen die Ausrichtung der Spätkirmes und feierten sie mit vielen Attraktionen. Zeiten und Menschen änderten sich im Laufe der Jahre und gleichzeitig änderte sich auch das kulturelle Leben im Ort. Der Verein Feuerwehrmuseum gibt inzwischen nicht nur der Spätkirmes wieder einen Sinn, er ließ seit 2004 den Geranienmarkt wieder aufleben und führte in diesem Jahr den alten Brauch des Maibaumsetzens wieder ein.

In Verbindung mit einer gleichzeitigen Reise durch die Jahrhunderte der Feuerwehrgeschichte bekommen die Veranstaltungen einen besonderen Reiz. „An Ideen mangelt es uns nicht”, gestand Präsidentin Edith Schaaf, das Museum für alle interessanter zu gestalten.

So liest Grundschullehrerin Angelika Immerath am 11. und 12. September den Jungen und Mädchen des 3. und 4. Schuljahres der Gemeinschaftsgrundschule Nysterbach-Schule Lövenich nach der großen Pause Geschichten aus ihrem Kinderbuch vor.

Die gute Zusammenarbeit zwischen Museum und der Nysterbach-Schule wurde schon in vielen Ausstellungen von Arbeiten der Kinder sichtbar, betonte die Präsidentin und sie sei für jede weitere Anregung von Außen dankbar.