Die Senfmühle ist bei Besuchern sehr beliebt

Die Senfmühle ist bei Besuchern sehr beliebt

Kreis Heinsberg. Landauf, landab gab es große Resonanz auf den Mühlentag. Auch im Kreis Heinsberg waren einige Mühlen zu besichtigen, unter anderem die Senfmühle in Erkelenz.

An den großen Erfolg im letzten Jahr, als die Familie Terhorst beim Mühlentag erstmals dabei war, konnte Dorothee Terhorst mit ihrem Mann in diesem Jahr anknüpfen.

„Wir hatten 2003 mit gut 200 Besuchern gerechnet. Tatsächlich besuchten rund 2000 unsere Senfmühle”, erinnerte sich Dorothee Terhorst. Auch dieses Jahr sollten ihre Erwartungen übertroffen werden. Es herrschte ein ständiges Kommen und Gehen. Auf dem Gelände der alten Senfmühle herrschte reger Betrieb, der Besucherandrang war gigantisch.

Dementsprechend zufrieden schaute Dorothee Terhorst drein, die diesen Zulauf nicht zuletzt darauf zurückführte, dass die Familie Terhorst seit dem vergangenen Jahr als eine der letzten vier deutschen historischen Senfmühlen wieder Senf auf alte Art produzieren.

„Unsere Senfmühle gilt aufgrund der drei Mahlgänge als größte erhaltene ihrer Art Deutschlands, im Jahr 1929 wurde die Senfmühle vom Großvater gegründet, wir führen die Familientradition nun in dritten Generation fort”, verriet sie.

Der Senf unter dem alten Namen „Echter Terhorst Mostert” fand beim Mühlentag großen Absatz. Dass in diesem Jahr das 75-jährige Bestehen der Senfmühle sowie das 70-jährige Bestehen ihrer Gewürzmühle gefeiert wurde, dürften weitere gute Gründe für die zahlreichen Besucher gewesen sein.

Einmal der Familie Terhorst bei der Senfproduktion über die Schulter zu schauen und viele alte Maschinen und Utensilien rund um das Thema Mühle anzusehen, wollten sich die Besucher nicht entgehen lassen.

Zum Jubiläum hatte sich die Senfmühle etwas Besonderes ausgedacht. „Ein Teil des Erlöses aus dem Senfverkauf wird zugunsten von Florian aus Ophoven sein, der an Leukämie erkrankt ist und einen Knochenmarkspender sucht. Wir wollen die Suche nach einem geeigneten Spender finanziell unterstützen”, sagte Dorothee Terhorst.

Als Zuschauermagnet erwiesen sich auch die „Anfänge” der geplanten Mühlenausstellung. Neben der bereits bestehenden Senfmühle gab es alte Gewürzmühlen sowie eine Getreidemühle zu bestaunen. Ab Herbst werde die Ausstellung komplett sein.

„Die Getreidemühle haben wir im Allgäu vor dem Schrotthändler gerettet. Dort sollte eine alte Wassermühle abgerissen werden. Buchstäblich in letzter Minute haben wir das komplette Innenleben nach Erkelenz geholt, restauriert, und wollen dies jetzt hier wieder aufbauen”, verriet Dorothee Terhorst. Ein Teil der großen Antriebsräder stand bereits.