Kreis Heinsberg: Die Region erfreut sich wachsender Beliebtheit

Kreis Heinsberg : Die Region erfreut sich wachsender Beliebtheit

Überhaupt keinen Grund zur Klage sahen die Mitglieder vom Heinsberger Tourist-Service (HTS) bei ihrer Versammlung in der Tüschenbroicher Mühle in Wegberg.

„Der Kreis Heinsberg ist die sich am dynamischsten entwickelnde Tourismusregion im Raum Aachen”, sagte Kreisdirektor Peter Deckers, der Vorstandsvorsitzende des Vereins. Im Zeitraum von 2000 bis 2006 habe sich die Zahl der Übernachtungen um 30 Prozent und Zahl der Tagesgäste sogar um 62 Prozent erhöht, untermauerte Deckers seine Aussage. Dieser Aufwärtstrend habe sich auch merklich in der ersten Jahreshälfte fortgesetzt.

Geschäftsführerin Patricia Mees lenkte die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf zwei neue Printmedien des HTS, die kostenlos erhältlich sind: Zum einen weist ein Faltblatt Radwanderer auf das hiesige Knotenpunktsystem hin, das eine einfache Orientierung ermöglicht. Zum anderen gibt es eine Karte mit dem Radwegenetz und Hintergrundinformationen zu örtlichen Sehenswürdigkeiten, die allerdings nicht die kostenpflichtige Radwanderkarte ersetze, so Mees. Und weiter: „Unser Hauptwerk ist das Magazin Freizeit-Region Heinsberg.”

Kommende Projekte bestehen darin, die Identifikation von ortsansässigen Wirtschaftsunternehmen mit der Region zu fördern und kommunale Anlaufstellen für Touristen durch verschiedene Hilfestellungen weiter zu professionalisieren.

Den gar nicht so schnöden Mammon arbeitete Hans-Josef Mertens ab: „Wir haben finanziellen Spielraum gewonnen, der sinnvoll genutzt werden kann.” Die Umsatzerlöse bezifferte er auf rund 90.000 Euro - das entspreche einer Steigerung von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf der Einnahmenseite verbucht der HTS insgesamt 115.000 Euro. Dem gegenüber stehen Kosten in Höhe von 259.000 Euro. Das entstehende Defizit wird durch den Kreiszuschuss - 172.000 Euro - egalisiert.

Obwohl man noch „meilenweit” entfernt sei von einer Kostendeckung ohne Subvention, wertete Mertens das Gesamtergebnis unter dem Strich als erfreulich. „Liquidität ist in ausreichendem Maße vorhanden.” Aktuell gehören dem Verein 144 Mitglieder an.

Einziger Wermutstropfen: Die Einführung eines Auswahlverfahrens für die Kunsttour (Tag der offenen Ateliers und Galerien) habe zu Anfeindungen gegenüber HTS-Mitarbeitern geführt, berichtete Deckers. Dennoch wolle man den eingeschlagenen Weg weitergehen, um die Attraktivität der Veranstaltung zu steigern.