Kreis Heinsberg: Die Polizei setzt weiter auf verstärkte Kontrollen

Kreis Heinsberg : Die Polizei setzt weiter auf verstärkte Kontrollen

Von einer Vielzahl von Kontrollen, die es am Donnerstag zwischen 12 und 20 Uhr im Kreisgebiet gab, berichtete am Freitag die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Heinsberg.

In den Stadtgebieten von Erkelenz und Hückelhoven sind nach Angaben der Polizei im ersten Halbjahr mehr Taschendiebstähle begangen worden als noch im Jahr zuvor. Dieser Entwicklung will die Polizei mit den Kontrollen entgegenwirken. Da die Täter ihre Straftaten zumeist in Fußgängerzonen und bei dichtem Publikumsverkehr begehen, patrouillierten Beamte in ziviler Kleidung, aber auch in Uniform an solchen Orten in den betroffenen Stadtgebieten.

Die Polizisten erhielten unter anderem Hinweise, die für polizeiliche Ermittlungen bedeutsam sein können. Die Bearbeitung der so gewonnenen Hinweise dauert zurzeit noch an.

Die Polizei hatte aber bei ihrer Kontrollaktion ein weiteres Ziel: In den ersten vier Monaten diesen Jahres gab es im Kreis Heinsberg gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres weniger Verkehrsunfälle mit verletzten Personen.

Wenn auch die Unfallzahlen geringer sind als im Vorjahr, sind die Stadtgebiete Heinsberg, Geilenkirchen, Erkelenz und Hückelhoven im Vergleich zum restlichen Kreisgebiet doch besonders unfallbelastet. „Jeder Verkehrsunfall mit verletzten Personen bedeutet Leid für die Betroffenen und ihre Familien“, so die Polizei. Um die Menschen im Kreis Heinsberg vor solchen schweren Unfallfolgen zu schützen, habe sie an diesem Tag auch Geschwindigkeitskontrollen vorgenommen.

Die Beamten kontrollierten insgesamt 241 Personen und 5240 Fahrzeuge. 881 Verkehrsteilnehmer mussten ein Verwarngeld ­bezahlen oder erhielten eine ­Ordnungswidrigkeitsanzeige. Die meisten waren zu schnell unterwegs.

Einige hatten den Sicherheitsgurt nicht angelegt oder telefonierten verbotswidrig während der Fahrt mit dem Handy. Drei Fahrzeugführer waren nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis oder hatten ihr Fahrzeug unter Einfluss von Betäubungsmitteln geführt.

Im Rahmen der Kontrollen fiel ein 28-jähriger Fahrer aus Übach-Palenberg mit einem Kleinkraftrad auf. Er besaß nicht die erforderliche Fahrerlaubnis und erhält nun ebenso eine Anzeige, wie der 29-jährige Halter des Zweirads, der in Herzogenrath wohnt.

Bei einem angehaltenen Mofafahrer konnte bei einer Überprüfung im Übach-Palenberger Stadtteil Marienberg der Konsum von Betäubungsmitteln nachgewiesen werden, meldete die Polizei-Pressestelle. Gegen den 27-Jährigen aus Übach-Palenberg wurde eine Anzeige wegen des Fahrens unter Drogeneinfluss erstattet.

Etwas umfangreicher war laut Polizeibericht der Aufwand bei einem in Hückelhoven kontrollierten Fahrzeug. Nicht nur, dass der 28-jährige Fahrer aus Hückelhoven ein Fahrzeug ohne den Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis fuhr, er befand sich zu dem Zeitpunkt auch unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Aufgefallen war er durch die Kennzeichen, die nicht zu dem gefahrenen Fahrzeug passten.

Im Fahrzeug konnten letztlich noch weitere Kennzeichen aufgefunden werden, die aus Diebstählen stammten. Das Fahrzeug und sämtliche Kennzeichen wurden von der Polizei sichergestellt. Sowohl der Fahrer als auch seine beiden ebenfalls in Hückelhoven ansässigen Mitfahrer wurden vorläufig festgenommen. Die polizeilichen Ermittlungen in diesem Fall dauern an.