Heinsberg: Die Linke will in den Heinsberger Rat

Heinsberg : Die Linke will in den Heinsberger Rat

„Veränderung beginnt mit Opposition” lautet die Botschaft der neuen Gruppierung in der Heinsberger Parteienlandschaft.

Gertrud AufdenKamp aus Karken und Michael Schreiner aus Heinsberg wurden während der Gründungsversammlung des Ortsverbandes Heinsberg der Partei „Die Linke” einstimmig zu deren Sprechern gewählt. Kreisvorstandsmitglied Dieter Meurer freute sich, dazu im „Haus Jöris” neun stimmberechtigte Mitglieder und weitere Sympathisanten und Interessenten begrüßen zu können.

Anfang des neuen Jahres sollen mit den Wahlen der Kandidaten für die Direktwahlkreise und die Reserveliste für den Stadtrat und Kreistag die Weichen für den erfolgreichen Einzug in die Kommunalparlamente gestellt werden. Erfreulich sei die Entwicklung der Mitgliedszahlen mit kreisweit mehr als 100, wovon mehr als ein Viertel aus der Kreisstadt komme. Die Linke verstehe sich auch als Interessenvertreter von derzeit kreisweit mehr als 3000 Arbeitslosen und weiteren 5000 als arm geltenden Menschen.

Obwohl sich die Umfragewerte landesweit schon seit längerer Zeit im zweistelligen Prozentbereich bewegten, geben sich die Heinsberger Linken relativ „bescheiden” und sehen sich derzeit „bei etwa sechs bis acht Prozent in der Wählergunst”. Sie wollen zumindest Fraktionsstärke erreichen.

Mit Blick auf seine politische Vergangenheit bedauerte Meurer, dass die SPD, „eine Partei mit großer Tradition, soweit runtergekommen ist”. Ein großer Teil derjenigen, der jetzt zu den Linken komme, seien ehemalige SPD-Wähler, sieht Meurer deren Wünsche nach einer besseren sozial ausgerichteten Politik.

Ihren Austritt aus der SPD und den Behalt ihres Ratsmandates begründete AufdenKamp mit vielen Gesprächen und Zustimmung aus ihrer Nachbarschaft, die in der SPD keine wirksame und gewollte Opposition mehr sehe. „Man muss in einem Rat merken, dass da Menschen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Grundpositionen nicht nur sitzen, sondern diese auch vertreten und diskutieren”, ergänzte dazu Meurer.