Hückelhoven-Hilfarth: Die Korbmacher finden eine Antiquität

Hückelhoven-Hilfarth : Die Korbmacher finden eine Antiquität

Die Rurtal-Korbmacher schauen auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Dies betonte der Friedel Fell bei der Jahreshauptversammlung in den neuen Räumen an der Nohlmannstraße.

Auch wenn der Hof noch nach einer Baustelle aussieht und alles noch den Charme der Improvisation hat, zeigten sich die Korbmacher zufrieden mit ihrem neuen Standort. Das ehemalige Kloster der Franziskanerinnen, das unter der napoleonischen Besatzung aufgelöst wurde und heute der Pfarrgemeinde gehört, wird das neue Korbmachermuseum sein.

Bisher wurden schon weit über 8000 Arbeitsstunden in das neue Museum investiert, wie Fell betonte. Bei den ersten Entrümpelungen wurde auch ein interessanter Fund gemacht: Auf dem Speicher fanden die Helfer historische Dokumente über Ländereien der Pfarre und einen Kelch. Beides händigen sie natürlich der Kirchengemeinde aus. Am Sonntag, 27. April, wird das neue Korbmachermuseum offiziell mit einem ökumenischen Gottesdienst und unter Beteiligung des Mandolinenorchesters „Rurperle” sowie des Männergesangsvereins „Eintracht” eröffnet.

Turnusgemäß standen auch Neuwahlen auf der Tagesordnung. Willi Fell wurde als zweiter Vorsitzender bestätigt, ebenso Friedhelm Krings als Schriftführer. Paul Nobis wurde als Beisitzer gewählt. Er beerbt Hans Hansen. Hans Rolfs wird zukünftig die Kasse prüfen.

Der Mitgliedsbeitrag von derzeit 50 Cent pro Monat wurde auf einen Euro verdoppelt. Vom Vorstand waren zuerst nur zehn Euro Jahresbeitrag vorgesehen, doch die Versammlung beschloss kurzerhand, Nägel mit Köpfen zu machen. Die einhundertprozentige Erhöhung wurde einstimmig beschlossen. Obwohl viel in Eigenleistung erarbeitet wird, belastet derzeit ein Minus von rund 2500 Euro die Vereinskasse.

Dies sei jedoch nicht schlimm, da Kassenwart Gustav Dieck betonte, dass seitens des Kreises eine finanzielle Spritze von 5000 Euro zugesagt worden sei. Der Arbeitskreis „Geschichte” besteht derzeit aus rund zehn Personen. Neben einer Auflistung der im Krieg gefallenen und umgekommenen Hilfarther ist es vor allem die Chronik des Ortes, die den Arbeitskreis beschäftigt.

Eine Übersetzung, Abschrift und Dokumentation auf CD-ROM wird derzeit erarbeitet. Rolfs betonte, dass die Zusammenarbeit mit der Verwaltung schleppend verlaufe. Während man in den umliegenden Gemeinden auf offene Ohren und Unterstützung stoße, „klappt es in Hückelhoven nicht richtig”.