Düren: Die Kfz-Branche wird weiblicher

Düren : Die Kfz-Branche wird weiblicher

Mit einer Rekordbeteiligung an Ausstellern wartet die 30. Dürener Autoschau auf, die am 17. und 18. Mai auf dem Dürener Annakirmesplatz stattfinden wird. Bei der Kraftfahrzeug-Innung Düren-Jülich und der Sparkasse Düren als Veranstalter sind bisher 48 Anmeldungen, zwei mehr als im Vorjahr, eingegangen.

„Auf dem Platz wird es langsam eng; wir stoßen an die Grenze der Kapazität”, so Innungsobermeister Fritz Pölderl. Außer den Vertragshändlern fast aller auf dem Markt vertretenen Fabrikate sind auch Motorräder, Caravans und Hänger zu sehen. Vertreten sind auch Karosseriebauer und Lackierbetriebe sowie Zubehörhändler.

Mit dabei auch wieder die Handwerkskammer, die in einem separaten Zelt Auskunft über die Ausbildung in den Branchen des Kraftfahrzeugwesens geben wird. Seit mehr als 20 Jahren ist auch die Innungskrankenkasse dabei. Bei deren Glücksspiel kann ein Cabriolet gewonnen werden, allerdings nur für die Nutzung an einem Wochenende.

„Wir mussten enger zusammen rücken, haben aber alles getan, damit sich die Innung mit ihren Betrieben präsentieren kann”, so Sparkassen-Vorstand Adolf Terfloth und Obermeister Pölderl, der darauf verweist, dass 1973 „mit 20 Prozent der heutigen Aussteller” die Dürener Autoschau ihren Anfang nahm. Die Kfz-Innung Düren-Jülich mit ihren 154 Mitgliedern ist die größte in der Kreishandwerkerschaft Rureifel.

In den 141 Betrieben der Innung sind rund 1100 Mitarbeiter beschäftigt. Besonders stolz ist die Innung auf ihre Leistung in der Ausbildung. Derzeit werden in vier Ausbildungsjahrgängen 284 junge Leute ausgebildet, darunter 14 junge Frauen. „So viel wie noch nie”, hat Obermeister Pölderl festgestellt und verweist darauf, dass sich immer mehr Frauen für die Ausbildung im Kfz-Gewerbe interessieren. Selbst im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge werden derzeit fünf junge Frauen ausgebildet.

Dass die Ausbildung im Kfz-Gewerbe stark nachgefragt wird weiß auch Rudolf Niessen, der das TruCk-Center der Handwerkskammer Aachen auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte leitet. Neben der üblichen Ausbildung wird dort auch auf die Meisterprüfung vorbereit. Mit großem Erfolg, denn bereits jetzt besteht eine Wartezeit von zwei Jahren.

In der Live-Werkstatt auf der Autoschau werden Niessen und seine Mitarbeiter modernste Geräte vorführen. Wenn alles klappt, kommt ein besonderer Anziehungspunkt noch rechtzeitig. Die Audi AG hat dem TruCK-Center einen Q7-Geländewagen für aktuellste Ausbildung zur Verfügung gestellt.

Die Autohäuser erwarten von der Autoschau eine Belebung des Absatzes. Nach dem schlechten Verkaufsergebnis des Vorjahres, nicht zuletzt wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer, sieht man etwas optimistischer ins Frühjahr. Die ständigen Rabatt- und Preisschlachten, die inzwischen nach dem Verkauf auch in den Werkstattbereich Einzug halten, sehen die Autohändler als langfristige Gefahr.

Rolf Ferebauer: „Nicht nur billig ist gut. Gute Arbeit muss auch bezahlt werden.”