Erkelenz-Hoven: Die „jungen Wilden” auf Platz drei

Erkelenz-Hoven : Die „jungen Wilden” auf Platz drei

Es war nicht der Tag der Sechser-Mannschaften bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Kunstradsportler in Bürstadt bei Worms.

Auch Deutschlandpokalsieger Viktoria Erkelenz-Hoven, die „jungen Wilden aus Hoven”, wie das Team in einer Fachzeitschrift für Hallenradsport jüngst genannt wurde, verließ nach der sechsminütigen Kür sichtlich gezeichnet und enttäuscht die Wettkampffläche.

Es war nicht gut gelaufen für Oliver Klosa, Markus Consoir, Christof Wolter, Tobias und Jendrik Laufs. Als wenige Sekunden später die Punktzahl 285,83 auf dem Monitor aufleuchtete, stand fest: Der Titel war verpasst.

Die Hovener, die nach ihrem Auftritt in Chemnitz vor 14 Tagen als Favoriten gehandelt wurden, mussten sich mit Platz drei zufrieden geben. Zweiter wurde das Team aus Bischofsheim mit 289,13 Punkten, Deutscher Meister RMSV Mainz-Ebersheim mit 295,20 Punkten.

Die schlechten Punktzahlen des gesamtem Starterfeldes - keine Mannschaft erreichte 300 Punkte, alle bekamen mehr als 70 Punkte Abzug - können nicht nur mit den mäßigen Bodenverhältnissen erklärt werden.

Denn bei den Hovenem liefen die ersten drei Minuten gewohnt gut. Die Trainer Margret und Karl-Heinz Laufs registrierten zufrieden nach 17 Übungen auf dem Kampfrichtermonitor 356 Punkte.

Es schien alles wie geplant zu laufen, bis erste leichte Patzer zu stärkeren Unsicherheiten und einigen massiven Einbrüchen führten.

Ein Grund für die allgemein schlechten Ergebnisse ist in dem enormen Druck zu sehen, dem sich besonders die drei Spitzenteams ausgesetzt sahen. Schließlich konnten sich alle trotz der leichten Favoritenrolle der Hovener, Hoffnungen auf den Titel machen.

Das Sechser-Kunstfahren der Frauen nahm einen ähnlichen Verlauf. Auch hier blieben alle Mannschaften weit hinter ihren Erwartungen zurück, und die Favoriten aus Lemgo mussten sich mit dem fünften Platz zufrieden geben.

Nur wenigen Stunden Zeit blieb den Hovenern, das Ergebnis zu verarbeiten. Denn das Vierer-Team, das im vergangenen Jahr noch Deutscher Jugendmeisterschaft geworden war, startete zum ersten Mal in der Männerklasse.

Nach der Schwierigkeit ihres Programms standen die Hovener in der Besetzung Jendrik Laufs, Markus Consoir, Felix Kentges und Oliver Klosa auf Platz sieben.

Schon nach den ersten Übungen wurde deutlich, dass Trainer und Schlachtenbummler gute „Aufbauarbeit” geleistet hatten. Die Kür wurde mit 342 Punkten belohnt. Damit kämpfte sich das junge Team auf Platz vier vor.

Die Hovener können auch mit Enttäuschungen umgehen. Das zeigten sie beim Sportlerball, wo auch der dritte und vierte Platz gefeiert wurden.