Erkelenz: Die Jugendwehr zeigt soziales Engagement

Erkelenz : Die Jugendwehr zeigt soziales Engagement

Eine fast schon gespenstische Ruhe herrschte in der Eingangshalle des Johanniter-Stifts.

Ein Stockwerk tiefer hingegen gab es reges Treiben, da sich die Bewohner des Altenheims im Restaurant versammelt hatten. Grund dafür war der Besuch von neun Mitgliedern der Jugendfeuerwehr der Stadt Erkelenz.

Der Feuerwehr-Nachwuchs war im Rahmen eines neuen Ausbildungsnachweises zu Gast: Jugendflamme der Stufe III nennt sich der neue Abschnitt dieser Ausbildung. Sie ist ein Ausbildungsnachweis in Form eines Abzeichens für Jugendfeuerwehrmitglieder. Bereits im Alter von zehn Jahren kann man beginnen, die Jugendflammen I und II zu erwerben.

60 Mitglieder zählt die Jugendfeuerwehr, die aus dem gesamten Stadtgebiet Erkelenz kommen. Die Idee zur Einrichtung der Jugendflamme Stufe III ist keine einmalige Aktion, die ausschließlich in der Erkastadt abgelaufen ist, sondern steht deutschlandweit auf dem Plan.

In Erkelenz feiert dieser Ausbildungsnachweis der Jugendflamme III aber seine Premiere. Der Nachweis umfasst neben Aufgaben aus der Feuerwehrtechnik verschiedene Tätigkeitsfelder, die sich in die Bereiche Sport, Ökologie, Kultur, Soziales und Kreatives unterteilen. Der Erwerb eines gemeinsamen Schwimmabzeichens sowie der Bau von Nistkästen für Fledermäuse und deren Pflege in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund im Haus Wildenrath waren bereits Tätigkeitsfelder für die Jugendfeuerwehr zur Erlangung des Abzeichens.

Für den sozialen Bereich war der Feuerwehr-Nachwuchs im Johanniter-Stift zu Gast.

Kontakt durch Thomas Heinze

Den Kontakt stellte der stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwart Thomas Heinze her. Über seine Tätigkeit beim Rettungsdienst war er mit dem Stift ins Gespräch gekommen und seine Anfrage stieß auf offene Ohren.

„Wir haben heute Besuch in Uniform”, so Gaby Kerst vom Sozialen Dienst zu Beginn des Nachmittags. Mit leeren Händen war die Jugendfeuerwehr an diesem Nachmittag nicht erschienen. Es wurden Gesellschaftsspiele und selbstgebackener Kuchen für die Senioren mitgebracht.

Die jungen Feuerwehrleute verteilten sich an die Tische und diskutierten mit den Senioren über ihre Arbeit. Nach den süßen Gaumenfreuden wurde an den Tisch Platz für die Gesellschaftsspiele gemacht. „Mensch ärgere dich nicht”, „Memory”, die bekannte Familienspielesammlung oder die „Sprichwort-Box” gehörten zu den Spielen, die so manch einen der anwesenden Senioren in die Kindheit zurückversetzte.

Nach gut zwei Stunden endete das gemütliche Beisammensein zwischen der Jugendfeuerwehr und den Senioren des Johanniter-Stifts.

Thomas Heinze zog ein positives Fazit zur Einführung der Jugendflamme Stufe III: „Bislang ist sie sehr gut angenommen worden. Ich hoffe, dass es auch so bleibt”.

Laut Heinze soll dieser Nachmittag im Johanniter-Stift nicht der letzte gewesen sein.