Kreis Heinsberg: Die Jugend debattiert überzeugend: Acht Teilnehmer für Finale qualifiziert

Kreis Heinsberg : Die Jugend debattiert überzeugend: Acht Teilnehmer für Finale qualifiziert

Vier Schüler aus dem Kreis Heinsberg und vier aus der Städteregion Aachen haben sich für das Finale im Regionalverbund Aachen-Heinsberg im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend ­debattiert“ qualifiziert, das am 27. Februar im Aachener Gymnasium St. Leonhard ausgetragen wird.

In der Altersstufe 1 für die Schüler ab Klasse 8 siegte in Heinsberg unter insgesamt 28 Teilnehmern Christian Lindt vom St.-Michael-Gymnasium Monschau vor Aktas Mert vom Cornelius-Burgh-Gymnasium Erkelenz, Lisa Lüttke vom Städtischen Gymnasium Hückelhoven und Jana Freiburg vom ­Anne-Frank-Gymnasium Aachen.

Bester Debattierer in der Altersstufe 2 für die Oberstufe, in der 20 Schüler teilnahmen, war Noah Lichter vom Städtischen Couven-Gymnasium Aachen. Es folgten auf den weiteren Plätzen Nick Kaspers von der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg, Josefine Jacobs vom Cornelius-Burgh-Gymnasium Erkelenz und Claudia Hornef vom Städtischen Couven-Gymnasium Aachen. Wer beim Finale in Aachen in seiner Altersklasse Platz eins oder zwei belegt, qualifiziert sich für den Landeswettbewerb.

In Heinsberg traten die Teilnehmer jeweils zwei Mal in Vierergruppen an. Zwei von ihnen mussten sich pro ­äußern, zwei kontra. Die Fragestellungen waren ihnen bekannt. „Sollen in öffentlichen Grünanlagen Sportgeräte für die Allgemeinheit aufgestellt werden? Sollen Läden auch an Sonntagen öffnen dürfen?“ So lauteten die Fragen für die Altersstufe 1. „Sollen in stark belasteten Großstädten Diesel-Fahrverbote erlassen werden? Sollen Toiletten im öffentlichen Raum grundsätzlich Toiletten ohne Geschlechteraufteilung sein?“ So hießen die Vorgaben für die beiden Debatten in der Altersstufe 2.

Jede Debatte dauerte genau 24 Minuten. Jeder der vier Teilnehmer erhielt zunächst zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position, pro oder kontra, darlegen konnte. Es folgten zwölf Minuten freie Aussprache. Für ein Schlusswort stand jedem Teilnehmer noch einmal eine Minute zur Verfügung. Eine Jury (jeweils drei Juroren und ein Zeitwächter) bewerteten die Debattierer öffentlich nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Mit zu den Juroren in Heinsberg gehörte Veronika Stockem vom Aachener Gymnasium St. Leonhard. Sie war im vergangenen Jahr NRW-Siegerin geworden und hatte sich im Bundesfinale in Berlin Platz fünf gesichert.

Wie sie war auch Regionalkoordinator Guido Schins, Lehrer am Aachener Anne-Frank-Gymnasium und ehemaliger Schüler des Heinsberger Kreisgymnasiums, mit den Leistungen aller Teilnehmer sehr zufrieden. „Ich habe mal an der Tür gelauscht oder mit einem Juror gesprochen“, schmunzelte er vor der Siegerehrung. „Auch ich habe gute Rückmeldungen bekommen“, erzählte Nick Kaspers, der das Schulfinale der Betty-Reis-Gesamtschule gewonnen hatte und in Heinsberg in der Altersstufe 2 Platz zwei belegte. Die Themen seien eigentlich beide keine gewesen, die ihn zuvor sehr interessiert hätten, räumte er ein. Aber zusammen mit seinem Mitschüler Alexander Winkens, der ebenfalls teilnahm, habe er sich sehr intensiv vorbereitet, sowohl für die Pro- als auch für die Kontra-Seite. „Ich glaube, in der Eröffnungs- und in der Schlussrunde war ich stark“, vermutete er. „Da konnte ich in Ruhe meine klaren Konzepte vortragen.“

Schins dankte schließlich allen Teilnehmern, allen Juroren sowie den beiden Heinsberger Schulen, Kreisgymnasium und Städtische Realschule, als Gastgebern und lud alle ein, zum Finale nach Aachen zu kommen. Es wird am Dienstag, 27. Februar, von 18 bis 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums St. Leonhard (Jesuitenstraße 9) ausgetragen.

(anna)
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