Kreis Heinsberg: Die Herausforderung beginnt klangvoll

Kreis Heinsberg : Die Herausforderung beginnt klangvoll

„Dies ist ein Abenteuer, sagt man in Oberbruch. Dies ist eine Herausforderung, sagen wir.“ Josef Füßer, Vorsitzender der vor wenigen Wochen gegründeten Interessengemeinschaft Oberbruch 2020, und seine Mitstreiter sind gespannt auf den bevorstehenden Monatswechsel. Zwar sind noch Vertragsmodalitäten mit der Stadt zu klären.

Aber als sicher darf gelten: Am 1. September übernimmt die IG als Trägerverein die Festhalle in Oberbruch mit dem Ziel, die Nutzungsfrequenz der Halle mit ihrem großen Saal und den weiteren Räumen in den nächsten Jahren zu steigern. Davon hänge entscheidend ab, ob sie erhalten bleibe und nicht zu einer Ruine werde. „Wir wollen die Festhalle nicht kampflos aufgeben“, so Füßer. Sie bedürfe sicherlich einer „Schönheitsoperation“ in vielen Dingen, aber sie sei eine Halle mit Geschichte und Tradition. Die IG wolle darauf aufmerksam machen, dass es sich lohne, in die Festhalle zu investieren.

Die Herausforderung beginnt auf jeden Fall klangvoll: Mit ihrem Premierenkonzert gastiert die neue Bläserphilharmonie Heinsberg am Sonntag, 21. September, in der Festhalle. Dieses Konzert soll zugleich die Wiedereröffnung der Halle sein.

Sanierung ab 2016?

Von allen Mieteinnahmen, welche die Interessenschaft verbuchen könne, werde ein Obolus als Energiekostenzuschuss an die Stadt Heinsberg fließen. Im kommenden Jahr, im Juni, solle dann mit der Stadt darüber beraten werden, ob eine Sanierung der Festhalle ab 2016 Sinn machen würde. Fünf Jahre dürfte sie in Anspruch nehmen. Deshalb wählte die IG für ihren eigenen Namen die Jahreszahl 2020.

„Leben reinbringen!“

Zu einem Sanierungsanstoß könne es kommen, so Füßer, „wenn wir beweisen, dass die Festhalle eine Zukunft hat. Wir müssen da Leben reinbringen!“ Und dies könne nur gelingen, wenn die Festhalle kreisweit als Veranstaltungsort Resonanz finde. „Oberbruch allein wird die Festhalle nicht am Leben halten können.“

„Momentan wissen wir nicht, was im Betrieb auf uns zukommt“, sagte Füßer. Mit Blick auch auf seine Mitstreiter — an vorderster Stelle sind dies Heinz Hennebrüder als Geschäftsführer und Robert Knur als Kassierer — räumte der Vorsitzende ein, keiner komme aus dem Gastronomiegewerbe. Aber der klare Vorteil sei: „Wir sind engagiert. Wir wollen etwas erreichen.“

Hennebrüder merkte an, dass es in der Interessengemeinschaft mit ihren Ausschüssen, im etwa 30-köpfigen Team, ein erfreuliches Miteinander von Alteingesessenen und jüngeren Kräften gebe. Mitstreiter seien willkommen.

(disch)