Städteregion: Die Gemeinde von unser AC.de wächst

Städteregion : Die Gemeinde von unser AC.de wächst

Vor zehn Monaten ist das Bürgerportal „unser AC.de“ der Aachener Kathy Beys Stiftung an den Start gegangen. Das Ziel: Bürgern Zugang zu Informationen aus ihrem unmittelbaren Umfeld zu verschaffen, insbesondere ihnen eine Plattform zu geben, auf der sie Mitstreiter für eigene Ideen finden können. Und das Konzept scheint anzukommen.

322 Vereine aus der gesamten Städteregion präsentieren sich schon auf „unserAC.de“; 52 Initiativen unterschiedlichster Art sind über die Plattform von Bürgern gestartet worden; Woche für Woche sind rund 2000 Veranstaltungstipps auf der Plattform zu finden, die meisten werden vom Zeitungsverlag Aachen geliefert; bislang wurden 60.000 Besucher, 320.000 Seitenaufrufe und 1800 „Gefällt mir“ bei Facebook gezählt.

„Wir sind schon richtig gut aufgestellt“, meint denn auch Klaus Dosch, der gleichwohl noch Luft nach oben sieht. Denn noch sind nicht alle zehn Kommunen der Städteregion mit ihren Ratsinformationen im Bürgerportal zu finden. Bislang kann man sich nur für Aachen, Würselen, Alsdorf und Eschweiler schnell einen Überblick darüber verschaffen, was im Rathaus gerade für Stadtteil X oder Y in der Diskussion ist. Die Ratsvorlagen werden „verortet“, sprich: Sie sind auf einer Karte in „unserAC.de“ leicht zu finden.

Dass dies erst für vier Kommunen gilt, hat unterschiedliche Gründe, erklärt Dosch. „Die Stadt Herzogenrath hat zwar ein Ratsinformationssystem, hat uns aber eine Tür nicht aufgeschlossen. Technisch wäre die Einbindung in unsere Plattform aber sehr schnell lösbar, wenn Herzogenrath das will.“ Die anderen fünf Kommunen — Baesweiler, Stolberg, Simmerath, Roetgen, Monschau — verfügen laut Dosch dagegen einfach noch nicht über ein entsprechendes Ratsinformationssystem.

Ebenfalls bisher nicht eingebunden in „unserAC.de“ ist die Städteregion selbst — trotz eines funktionierenden Ratsinformationssystems. Das Problem hier ist laut Dorsch, dass eine Verortung nur schwerlich möglich sei, weil die Städteregion vor allem überörtliche Themen behandle. „Wir versuchen jetzt, die Sitzungsvorlagen der Städteregion über eine Schlagwortsuche zugänglich zu machen.“ Das bedeutet aber viel Handarbeit für das kleine Team der Stiftung, das das Bürgerportal betreut.

Zur Betreuung gehören die moderierten Diskussionen. Jeder, der as Portal nutzt, kann die eingestellten Texte kommentieren. Sachlich bleiben, lautet dabei die Devise. Und darauf achtet das Team. „Wir sind in der Lage, sehr schnell ein zugreifen, wenn extremistische oder unflätige Äußerungen auftauchen“, sagt Dosch. Doch das sei bislang noch kein einziges Mal nötig geworden, stellt er fest. „Es wird sehr zweckgerichtet diskutiert auf der Plattform.“

Quer durch alle Fraktionen sind die Politiker im Städteregionstag begeistert von dem Bürgerportal. Vor allem eines imponiert ihnen: die Verortung der Informationen bis hinein in den kleinsten Stadtteil. „Im Internet wird man ja oft mit Informationen regelrecht zugeschüttet. Aber hier kann man ganz gezielt Informationen aus dem unmittelbaren Umfeld suchen“, lobt Stefan Mix (SPD). Dadurch werde aktive Bürgerbeteiligung wirklich möglich, bekräftigt Dieter Gronowski (CDU). Dafür müsse kräftig geworben werden.

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