Kreis Heinsberg: Die Gebrüder-Grimm-Schule soll früher geschlossen werden

Kreis Heinsberg : Die Gebrüder-Grimm-Schule soll früher geschlossen werden

Die Gebrüder-Grimm-Schule, die Förderschule des Kreises mit dem Förderschwerpunkt Sprache in Heinsberg an der Oberbrucher Straße, soll nach einem Beschluss des Kreistages vom Dezember 2014 und einer Verfügung der Bezirksregierung Köln vom Juli 2015 auslaufend aufgelöst werden.

Dies bedeutet, die Schule könnte so lange auslaufend geführt werden, wie ein ordnungsgemäßer Schulbetrieb aufrechterhalten werden kann — maximal bis zum Ende des Schuljahres 2018/2019.

Aber: „Die Schülerzahl ist unerwartet stark gesunken“, berichtete jetzt die Kreisverwaltung in einer Vorlage für die Sitzung des Schulausschusses. So würden im laufenden Schuljahr 2016/2017 insgesamt 34 Schülerinnen und Schüler beschult; davon nur noch zwei im Bereich des zweiten Schuljahres sowie 20 im dritten und zwölf im vierten Schuljahr. Derzeit seien drei Klassen eingerichtet, wobei die Schülerinnen und Schüler aus dem zweiten Schuljahr gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des dritten Schuljahres beschult würden. Aktuell seien an der Gebrüder-Grimm-Schule sieben Lehrpersonen beschäftigt, von denen drei mit vollem Stundenumfang abgeordnet sind. Dies bedeute, dass für drei Klassen noch vier Lehrkräfte (inklusive Schulleitung) zur Verfügung stehen würden.

„Bei der zu erwartenden sehr geringen Schülerzahl von 22 im kommenden Schuljahr wäre ein ordnungsgemäßer Schulbetrieb nicht mehr zu gewährleisten“, so die Verwaltung. Der unerwartet starke Rückgang der Schülerzahlen sei bedingt durch Übergänge in das Gemeinsame Lernen, Aufhebung des Förderbedarfs oder Umzüge. Die Schulkonferenz der Gebrüder-Grimm-Schule, die sich unter dem Vorsitz der Schulleitung aus Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern zusammensetzt, hat laut Verwaltung nach Vorschlag durch die Lehrerkonferenz nunmehr beschlossen, die Schließung der Gebrüder-Grimm-Schule vorzeitig zum Ende des Schuljahres 2016/2017 zu beantragen. Die Untere Schulaufsicht befürworte die vorgeschlagene vorzeitige Auflösung der Schule. Die weitere Beschulung der maximal 22 Schülerinnen und Schüler solle — nach Beratung der Eltern — möglichst in Grundschulen des Gemeinsamen Lernens oder an der Mercator-Schule/Don-Bosco-Schule des Kreises (Förderschule mit den Förderschwerpunkten Emotionale und soziale Entwicklung, Lernen und Sprache) erfolgen.

(disch)