Kreis Düren: Die ersten Kraniche sind schon zurück aus dem Süden

Kreis Düren : Die ersten Kraniche sind schon zurück aus dem Süden

Der Dezember 2007 war ein kontrastreicher Monat. Sturm, Starkregen (22 l/qm in Vossenack am 10. 12.) und milde Luft (15,4 Grad in Untermaubach am 5. 12.) dominierten das erste Monatsdrittel. Danach wurde es trockenkalt und die Sonne schien überdurchschnittlich viel. Unter Hochdruckeinfluss fiel nur wenig Schnee auf den Bergen.

So erlebten wir das Weihnachtsfest mit Reif und Frost. Die maximale Schneedecke wurde in Hollerath und Höfen mit 12 cm (im März) erreicht. Dennoch: In der Summe aller Temperaturen war der Dezember der sechste zu kalte Monat in Folge. Die negative Abweichung lag zwischen 0,5 und 1,0 Grad. Der Mittelwert in Düren (3,4 Grad) war um -0,4 Grad zu kalt, auf den Höhenzügen meldete Vossenack ein Mittel von 2,3 Grad (Abweichung -0,7 Grad).

De Frostperiode vor Weihnachten brachte die niedrigsten Temperaturen des Jahres 2007. Kälteste Wetterstation des Kreises war die Rurtalstation bei Düren mit -8,7 Grad in der Luft und -12,3 Grad am Erdboden. Die Zahl der Frostnächte war im Rurtal bei Lendersdorf so hoch (14 Frosttage) wie in Vossenack.

Zum Sonnenschein: Im Lee der Nordeifel wurde von Zülpich über Drove bis nach Langerwehe extrem viel Sonnenschein registriert. Ein noch höherer Dezemberwert wurde zuletzt 1972 im Kreis Düren aufgeschrieben (99 Stunden in Nörvenich). Es folgte ein extrem milder Winter 1972/73.

Am 4. Januar kehrten bereits in mehreren Ketten Kraniche aus dem Süden zurück. Ob sich daraus nun ein milder Hochwinter ableiten lässt, ist fraglich, aber möglich. Die Langfristkarten zeigen bis zum 21. Januar mildes Wetter.

In Eifel und Börde kamen ausreichende Regenmengen zusammen. Mit nur 46 l/qm erreichten Düren und Vettweiß im Eifelschatten den Mittelwert. Noch trockener waren Zülpich (43 l) und Nörvenich (34 l). Die höher gelegenen Stationen erhielten reichlich Regen vom überhängenden Weststau der Eifelberge: Schmidt 118 l, Vossenack 116 l, Hürtgenwald-Brandenberg 99 l, Hergarten-Düttling 74 l und Heimbach 70 l/qm.

Die Jahresmitteltemperaturen des Jahres 2007 lagen kreisweit fast 1 Grad zu hoch. So wurden in Nörvenich 11,5 Grad gemessen (Mittel 10,0 Grad) und in Vossenack 9,5 Grad statt 8,5 Grad.

Die Sonnenstundensummen zeigten ebenfalls die Unterschiede von der Börde im Eifelschatten zur Hocheifel: Nörvenich 1733 Stunden, Düren 1764 Stunden, Zülpich 1775 Stunden (Abweichung 106 ) und in den Hochlagen rund um Monschau 1450 Stunden.

Das gleiche Bild bei den Niederschlagssummen der letzten 12 Monate. Alle Stationen meldeten deutliche Überschüsse trotz des trockenen April. Zwei Beispiele: In Düren wurden 713 l/qm gemessen (Abweichung 118 ) und an der belgischen Grenze in Schöneseiffen 1441 l/qm (Abweichung 137 ).