Kreis Heinsberg: Die CDU wirbt wieder verstärkt um Mitglieder

Kreis Heinsberg : Die CDU wirbt wieder verstärkt um Mitglieder

„Die CDU ist die Kommunalpartei im Kreis Heinsberg”, stellte Vorsitzender Bernd Krückel beim Kreisparteitag der Union im Hilfarther Saal Sodekamp-Dohmen mit Blick auf die Ergebnisse der zurückliegenden Wahlen zufrieden fest.

Krückel wurde bei der Delegiertentagung in geheimer Abstimmung mit einer Zustimmung von 94,2 Prozent in seinem Amt an der Spitze der Kreis-CDU bestätigt.

Nachdem die Kreispartei vor vier Jahren noch mit einem kleinen sechsstelligen Betrag bei der Landespartei verschuldet gewesen sei, da die Zusatzabgaben im Zusammenhang mit den Spendenskandalen nicht zu stemmen gewesen seien, hätten die Stadt- und Gemeindeverbände entscheidend dazu beigetragen, dass der Kreisverband heute nicht nur schuldenfrei sei, sondern angefangen habe, Eigenkapital zu bilden, berichtete Krückel zur Finanzlage, die Schatzmeister Christoph Kaminski später als „mittlerweile relativ entspannt” bezeichnete.

„Die Mitgliederwerbung muss wieder verstärkt werden”, lautete ein Appell von Bernd Krückel, der Zahlen nannte. Im Jahr 1998 hatte die CDU im Kreis noch 4073 Mitglieder, jetzt seien es 3742. Qualitatives Wachstum sei möglich, wenn auch keine Massenzuläufe zu erwarten seien, sagte Krückel. Aktionen könnten unterstützt werden.

Dem Landrat gratulierte der Kreisvorsitzende nicht nur zum Erfolg bei der Wahl. Krückel bescheinigte Pusch, bei der „Nagelprobe Randerath”, dem Fall des nach Haftentlassung dort lebenden Sexualstraftäters, „in sehr verantwortungsvoller Weise ”mit dieser Thematik umgegangen zu sein; im Zusammenwirken mit Ortsvorsteher und Stadtverwaltung.

Die Kommunalwahlen hätten der Union Erfolge bei den Bürgermeister- und Ratswahlen eingebracht, doch Krückel verschwieg nicht, dass das Aufstellungsverfahren nicht überall ohne Sand im Getriebe abgelaufen sei. Ohne Waldfeucht beim Namen zu nennen, monierte er, dass in einem Gemeindeverband demokratische Gepflogenheiten „zum Teil mit Füßen getreten” worden seien. Und er bezeichnete die Niederlage in Geilenkirchen als „Wermutstropfen”.

Nach dem Sieg bei der Bundestagswahl - „wieder mit einem überzeugenden Ergebnis” - sollten die Mitglieder nun erst einmal „durchatmen”, ehe der Landtagswahlkampf beginne. Unter dem Titel „SPD muss endlich Farbe bekennen zu ihrem Kuschelkurs mit den Postkommunisten!” war der Landtagswahlkampf dann auch Thema eines Antrags der Jungen Union.

Die CDU im Kreis müsse den SPD-Verantwortlichen immer und immer wieder eine Frage stellen: „Kann sich die SPD im Kreis Heinsberg eine Koalition mit der SED-Fortsetzungspartei Die Linke vorstellen?” Der Antrag der JU wurde einstimmig angenommen, allerdings auf Vorschlag der Antragskommission mit der Ergänzung, dass sich auch die CDU-Mitglieder selbst mit der Linken und ihrer Politik auseinandersetzen müssten.