Kreis Düren: Die Arbeit der Awo mit den Flüchtlingen gilt als vorbildlich

Kreis Düren : Die Arbeit der Awo mit den Flüchtlingen gilt als vorbildlich

„Wir haben vieles geschafft, aber sind in vielen Dingen auch noch nicht am Ziel.“ So blickte Karl Schwarz, Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Kreis Düren, bei der Kreiskonferenz des Wohlfahrtsverbandes auf seine Amtszeit seit dem Jahr 2012 zurück.

39 Delegierte hatten den Weg in die Geschäftsstelle des Verbandes in der nach der Awo-Gründerin benannten Marie-Juchacz-Straße in Düren gefunden.

Schwarz umriss in seinen Begrüßungsworten politisch-gesellschaftliche Kernthemen: „Kinder- und Altersarmut, Arbeitslosigkeit, aber auch Nachwuchssorgen in unseren eigenen Einrichtungen.“

Im Anschluss bedankten sich politische Amtsträger aus Kreis und Stadt Düren — die SPD-Landtagsabgeordnete Liesel Koschorrek, der SPD-Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan und Dürens Bürgermeister Paul Larue (CDU) — bei der Arbeiterwohlfahrt für ihr soziales Engagement. Einen besonderen Dank sprach Larue der Awo für ihre Hilfe bei der Versorgung der in Düren ankommenden Flüchtlinge im Sommer letzten Jahres aus, als die Awo den Betrieb der Flüchtlingsunterkunft am Cornetzhof übernommen hatte.

Diese Vorreiterrolle des Kreisverbandes bei der Versorgung von Geflüchteten hob auch die Vorsitzende des Bezirks Mittelrhein, Beate Ruland, hervor. Sie forderte von der deutschen und europäischen Politik ein stärkeres Engagement auf diesem Gebiet: „Bund und Land müssen mehr tun. Wir brauchen eine Absage an Stacheldraht, Grenzkontrollen und Elendslager.“

In ihrem Bericht ging Kreisgeschäftsführerin Leonore Küpper-Beckers auf Entwicklungen der vergangenen Jahre ein. So konnten in verschiedenen Awo-Kitas im Kreisgebiet Anbauten für Schlaf- und Wickelräume realisiert und so die Versorgungssituation verbessert werden. Auch die Seniorenbetreuung mit regelmäßigen Frühstückstreffen erfreue sich weiter großer Beliebtheit, und dank der vom Land bewilligten Förderung schreiten die Vorbereitungen für das Projekt „Lebensraum Eiswiese“ schnell voran.

Nachdem der Vorstand im Anschluss an den Revisionsbericht entlastet worden war, standen die Wahlen auf dem Programm, die vom Geschäftsführer des Bezirks Mittelrhein, Andreas Johnsen, geleitet wurden. Dabei wurde zunächst Karl Schwarz als Vorsitzender des Kreisverbandes für vier weitere Jahre in seinem Amt bestätigt. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Regina Sauren und Matthias Roels gewählt. Die Beisitzer sind Gertrud Hafke, Irmhild Lichtenberg, Sven Kramer, Dieter Demuth, Hermann-Josef Holtz, Simon Holtz, Dirk Rohe und Dietmar Jordan gewählt. Die Revision nehmen Dagmar Nietan, Helma Dürholz und Rudi Hermanns vor.