Kreis Heinsberg: Deutsches Rotes Kreuz sagt allen Helfern Danke

Kreis Heinsberg : Deutsches Rotes Kreuz sagt allen Helfern Danke

Gut ein halbes Jahr, nachdem das Roten Kreuz begonnen hat, Flüchtlinge im Kreis Heinsberg in Notunterkünften zu betreuen, haben die Verantwortlichen des DRK-Kreisverbandes ein Resümee ihrer Arbeit gezogen, sich zugleich aber auch bei allen ehrenamtlichen Unterstützern bedankt.

Viele von ihnen waren zum ­Helferfest in die oberste Etage des Kreissparkassen-Gebäudes in Heinsberg gekommen. Dort wurden sie zunächst von Dr. Michael Vondenhoff, dem Vorsitzenden des DRK-Kreisverbandes, begrüßt. Gleich hinter ihm strahlte den Besuchern ein großes Plakat entgegen, auf dem sich Flüchtlinge mit farbigen Handabdrücken für die helfenden Hände der Ehrenamtler bedankten.

 Viele ehrenamtliche Helfer des DRK waren der Einladung nach Heinsberg gefolgt.
Viele ehrenamtliche Helfer des DRK waren der Einladung nach Heinsberg gefolgt. Foto: Anna Petra Thomas

Der DRK-Vorsitzende dankte Landrat Stephan Pusch und den ebenfalls anwesenden Bürgermeistern sowie den Vertretern der kommunalen Verwaltungen für die verbindliche und unbürokratische Zusammenarbeit. „Mit wem ich in diesen Tagen auch spreche, ob mit Bürgern, Amtsträgern oder bei Besuchen von Flüchtlingsunterkünften, überall sind die Menschen, genauso wie ich, tief beeindruckt von der Hilfsbereitschaft und dem Engagement der vielen freiwilligen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer oder auch der Kommunen“, betonte Vondenhoff. „Häufig sind sogar mehr Menschen da, die helfen wollen, als tatsächlich eingesetzt werden können.“

Dass die Schutzsuchenden im Kreis Heinsberg hätten ankommen können, sei nur gelungen durch die enge Zusammenarbeit aller, so Vondenhoff weiter. Vor allem würdigte er die Offenheit und die Hilfsbereitschaft der Bürger. „Eine Hilfsbereitschaft, die uns immer noch sprachlos macht und die bis — anderen Unkenrufen zum Trotz — heute ungebrochen ist.“

DRK-Kreisgeschäftsführer Lothar Terodde ließ die Historie der Flüchtlingsarbeit noch einmal Revue passieren, die mit dem Betrieb der Heinsberger Notunterkunft am 18. August 2015 begonnen hatte. Einen Monat später wurde in Heinsberg die Spendenhalle eröffnet, Ende September dann die Notunterkunft in Geilenkirchen-Niederheid. Ende Januar dieses Jahres wurde schließlich die Sammelunterkunft in Erkelenz-Gerderath in Betrieb genommen. Von Mitte Oktober bis Mitte November hatte das DRK zudem die Notunterkunft in Erkelenz betreut. Ende März wird die Notunterkunft in Heinsberg geschlossen.

Um die Flüchtlinge im Kreis will sich das DRK aber auch weiterhin nachhaltig kümmern im Rahmen eines neuen Konzepts, das Terodde vorstellte. So sollen über den Kreis verteilt vier sogenannte Kristallisationspunkte entstehen, je einer in Erkelenz, Geilenkirchen, Heinsberg und Hückelhoven. Unterstützung sollen die Menschen dort in vier sogenannten Integrationsbereichen erhalten: Arbeit, Kultur und Alltag, Sprache sowie Wohnen.

Standort in Hückelhoven werde voraussichtlich das Heim an der Rheinstraße sein, in Erkelenz die Verwaltung an der Straße Zur Feuerwache. Geilenkirchen und Heinsberg seien noch in der Klärung, so Terodde auf Nachfrage. In Heinsberg und Erkelenz werde bereits intensiv in den genannten Themenbereichen gearbeitet, in Geilenkirchen und Hückelhoven noch eingeschränkt.

Bürger, die sich in den neuen Büros ehrenamtlich engagieren wollen, erhalten bei Ira Stormanns vom DRK weitere Infos unter Telefon 02431/802261 oder per E-Mail an i.stormanns@drk-heinsberg.de.

(anna)