Kreis Heinsberg: Deutscher Bürgerpreis: „Ohne Ehrenamtler läuft an vielen Stellen nichts!“

Kreis Heinsberg : Deutscher Bürgerpreis: „Ohne Ehrenamtler läuft an vielen Stellen nichts!“

„Ohne die Ehrenamtler läuft an vielen Stellen nichts!“ Dies betonte Sparkassendirketor Thomas Pennartz, als er jetzt gemeinsam mit seinem Stellvertreter Dr. Richard Nouvertné und den beiden Kreis Heinsberger Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU) und Norbert Spinrath (SPD) zu Bewerbungen und Vorschlägen für den Deutschen Bürgerpreis aufgerufen hat.

Der Preis gilt als der größte Ehrenamtspreis in Deutschland. Es handelt sich eine gemeinsame Initiative der Sparkassen, engagierter Bundestagsabgeordneter sowie von Deutschem Städtetag, Deutschem Landkreistag und Deutschem Städte- und Gemeindebund.

Die Kreissparkasse Heinsberg schreibt diesen Preis nunmehr zum zweiten Mal — zusätzlich zum nationalen Wettbewerb — auf Regionalebene im Kreis Heinsberg aus. Bei der Premiere im vergangenen Jahr hatte es nur wenige Bewerbungen gegeben. Erster Preisträger wurde Sven Pasch von der SVG Birgden-Langbroich-Schierwaldenrath in der Kategorie Alltagshelden.

Mit dem Bürgerpreis soll ehrenamtliches Engagement sogar in drei Kategorien gewürdigt werden: In der Kategorie U21 werden junge, engagierte Einzelpersonen oder Gruppen im Alter von 14 bis 21 Jahren ausgezeichnet. Die Kategorie Alltagshelden richtet sich an entsprechende Personen und Projekte unabhängig vom Alter. Und der Preis in der Kategorie Lebenswerk wird für mindestens 25 Jahre ehrenamtliches Engagement verliehen.

Die Kreissparkasse hat in jeder Kategorie ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro für jeweils einen Bewerber ausgelobt. „Wir wissen, dass das Ehrenamt in unserer Region unbezahlbar und mit Geld gar nicht aufzuwiegen ist“, so Vorstandsvorsitzender Pennartz. „Unsere Dotierung ist daher nur ein kleines Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz und soll die Preisträger, aber auch die vielen anderen Ehrenamtler motivieren, weiterzumachen.“

Das Schwerpunktthema lautet in diesem Jahr: „Vorausschauend engagiert: real, digital, kommunal“. „Mit dem Schwerpunktthema 2017 würdigen wir in diesem Jahr besonders Bürgerinnen und Bürger, die durch ihr ehrenamtliches Engagement das Zusammenleben und die Entwicklung in der Heimat nachhaltig stärken. Die Personen oder Initiativen stellen sich den Herausforderungen des demografischen Wandels und fördern ein Zusammenleben der Generationen“, erklärte Norbert Spinrath die Intention des Bürgerpreises. Und auch Wilfried Oellers bekräftigte: „Engagierte Ehrenamtler nutzen dafür schon heute innovative Wege, um sich zu vernetzen. Das bestärkt den Austausch und das Miteinander und ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft, der Anerkennung verdient.“

„Inzwischen engagieren sich in Deutschland rund 31 Millionen Bürgerinnen und Bürger freiwillig. Sie leisten dabei wichtige Arbeit — besuchen Senioren, trainieren die Fußball-Jugend, helfen Flüchtlingen, geben Nachhilfe oder leiten Chöre. Vor rund einer Dekade betrug diese Zahl nur rund 23 Millionen.“ Dies hatte Georg Fahrenschon, der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, festgestellt. Spinrath freute sich über diese deutliche Zunahme des ehrenamtlichen Engagement. Dies spreche gegen die Annahme, die Menschen würden sich immer mehr individualisieren. Und auch Oellers bekräftigte die Einschätzung: „Bürgerschaftliches, ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat unserer Gesellschaft.“ Gerade im Kreis Heinsberg sei das ehrenamtliche Engagement sehr vielfältig ausgeprägt.

Die Sparkasse hofft auf viele Bewerbungen und Vorschläge. „Wir sind sicher, dass es viele gute Ideen im Kreis Heinsberg gibt“, so Pennartz. Projekte, die noch nicht jeder kenne und die beispielgebend sein könnten für andere. Bis zum 30. Juni können Bewerbungen und Vorschläge eingereicht werden. Informationsunterlagen sind in allen Filialen der Sparkasse sowie in Rathäusern erhältlich.

(disch)
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