Erkelenz: „Der Technische” ist einfach spitze

Erkelenz : „Der Technische” ist einfach spitze

Mehr Schaffner als Bahnfahrer je auf dem Erkelenzer Bahnhof gesehen hatten, tummelten sich am Rosenmontag beim traditionellen Prinzenfrühstück im Alten Rathaus.

Zu Ehren von Prinz Klaus I. hatten sich Mitglieder des Elferrates der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft in alte Uniformen der Bundesbahn gekleidet. In großer Zahl sorgten sie dafür, dass das Frühstück reibungslos ablief und vor allem dafür, dass die Gäste aus nah und fern pünktlich (!) im Alten Rathaus erschienen.

So begrüßte Prinzessin Inge I. unter anderem Freunde aus Hessen, Würselen und aus Düsseldorf. Prinz Klaus I. gab noch einmal zu, am 10. November noch nicht einmal gewusst zu haben, wie man Prinz schreibt, „und am Elften bin ich einer gewesen”. Er habe dank seiner Prinzessin und der großartigen Unterstützung der EKG schnell erfahren, wie schön das jecke Amt sein könne.

Auf seine Art jeck ist Markus Forg, der in alter Familientradition für den närrischen Gesang beim Erkelenzer Karneval sorgte und auch im Alten Rathaus die Gäste zum Schunkeln brachte. Unumstrittener Star des Prinzenfrühstücks war „Der Technische”. „Künstlername” und tatsächlicher Beruf stimmten sogar überein, als der Büttenredner ans Pult trat.

Der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg gab in Versform zu Gehör, was Erkelenz erregt: die Parkplatzdiskussion oder der Umbau der Stadthalle. Er wollte am Franziskanerplatz einen Neubau, bekannte er, der Bürgermeister dagegen eine Renovierung mit „Kleister und 38 Rollen Tapete”, dann sollte es eine Stadthallen-AG geben, bis es endlich die Kultur-GmbH wurde, die jetzt Umbau, Neubau, Sanierung, Renovierung der Stadthalle betreibe.

Und über allem schwebe der Spruch: „Probleme bei der Bauerei, mitnichten, der Technische, der wird´s schon richten.” Ganz ohne Ordensverleihung geht es auch beim Prinzenfrühstück nicht. Für den VKAG ehrte Bernd Heiss die langjährigen Funkengardisten und Jugendbetreuer Kathrin Müller und Marcel Pangels. Und für den zweiten Jubelsturm im Alten Rathaus sorgte der dritte Geehrte, ein frisch gebackener Großvater, mehrfacher Prinzenführer und perfekter Organisator, wie Hajo Frantzen ihn bezeichnete, ehe er ihm den BDK-Verdienstorden in Silber an die Brust heftete: dem „kleinen Bürgermeister von Erkelenz”, Theo Görtz.