Erkelenz: Der „Stadtwald” begeistert das Forstamt

Erkelenz : Der „Stadtwald” begeistert das Forstamt

Gleich zwei große Maßnahmen stehen in diesem Jahr an im Erkelenzer „Stadtwald” an.

Wie Vertreter des Forstamtes Eschweiler, dem die Aufsicht über den rund 90 Hektar großen Waldbesitz der Stadt) obliegt, bei der Sitzung des Bau- und Werkausschusses berichtete, betreffe eine der Maßnahmen den Waldbereich zwischen Granterath und Hetzerath. Dort müssten überalterte Stiel-Eichen gefällt werden.

„Wir versuchen den Eichenbestand aber so weit es geht zu erhalten”, so die Vertreter des Forstamtes, für den die Ursache des „Waldsterbens” nicht eindeutig sind. Zwar gebe es deutliche Grundwasserabsenkungen, aber diese müssten nicht unbedingt allein ursächlich sein, sagten sie mit aller Vorsicht.

Es sollen aber nicht nur Bäume gefällt, sondern auch neue Bäume gepflanzt werden. Auf einer Fläche von zwei Hektar sollen 6000 Rot-Buchen hinkommen. Diese Bäume seien resistenter als die Eichen und kämen mit veränderten Grundwasserspiegeln besser zurecht.

Pappeln fällen

Einiges zu tun gibt es ebenfalls in Keyenberg im Bereich des Sportplatzes und der Keyenberger Motte. Auch hier müssen überalterte Pappeln gefällt werden. Eine Wiederaufforstung ist mit Eschen und Erlen auf einer Fläche von zirka 2500 Quadratmetern geplant, heißt es im Forstwirtschaftsplan für dieses Jahr.

Das Forstamt Eschweiler stellte aber nicht nur die beiden Maßnahmen vor, sondern schwärmte regelrecht vom „Stadtwald”, in dem Laubbäume dominieren und Nadelbäume nur einen sehr geringen Anteil ausmachen. Der Waldbestand in der Stadt Erkelenz sei sei zwar sehr klein, aber biete mit 28 verschiedenen Baumarten er eine Artenvielfalt, die für Mitteleuropa etwas ganz Besonders sei. „Hier stehen fast alle Laubbäume, die es in Mitteleuropa gibt.”

Die Kosten der Pflege und Unterhaltungsmaßnahmen einschließlich des Holzeinschlages und Rücken sind laut Verwaltung mit rund 48.250 Euro veranschlagt. Fast 30.000 Euro sollen aus Verkäufen und Fördermitteln des Landes zusammenkommen. Der Restbetrag von rund 19.000 Euro muss von der Stadt getragen werden.

Der Bauausschuss stimmte dem Forstwirtschaftsplan 2005 einstimmig zu.