Selfkant/Gangelt/Waldfeucht: „Der Selfkant putzt sich heraus”

Selfkant/Gangelt/Waldfeucht : „Der Selfkant putzt sich heraus”

In Zusammenarbeit mit der Abfallwirtschaft des Kreises Heinsberg und mit Unterstützung der Umweltabteilung der Firma Schlun heiß es erneut: „Der Selfkant putzt sich heraus!”

Diese Aktion wurde vor drei Jahren durch den Wettbewerb „Der Selfkant sucht die Superidee” ins Leben gerufen. Am Morgen startete die große Mitmachaktion im Kampf gegen den wilden Müll. In allen Ortschaften der Region „Der Selfkant” mit den Gemeinden Selfkant, Gangelt und Waldfeucht waren engagierte Bürger aktiv.

Es galt, im Zuge eines Frühjahrsputzes den Ort, angrenzende Wälder, Wiesen und Wegesränder von Müll und Unrat zu befreien. In jedem Ort waren viele ehrenamtlich Helfer in unermüdlichem Einsatz. Viele Schulen in den drei Gemeinden hatten ihren Unterrichtsplan erweitert und beteiligten sich ebenfalls an der Aktion.

In Tüddern staunte Ortsvorsteher Heinz-Hubert Ruers über den erneuten Einsatz der Astrid-Lindgren-Schule. 72 Kinder zogen aus und hatten das Gewerbegebiet am Rathaus im Visier. Die Kinder sammelten Massen an Abfall. Dabei wurden zahllose Mülltüten gefüllt. Für ihren großartigen Einsatz wurden die Schüler mit kleinen Gesundheitslunchpaketen belohnt. „Nach der Arbeit freuten sich die Kinder auf das leckere Brötchen, den Apfel und weitere Sachen”, sagte Heinz-Hubert Ruers.

Rund 20 Erwachsene sorgten wie die Schulkinder für ein sauberes Tüddern. Selfkant-Millen wurde bereits im Vorfeld auf Vordermann poliert, schließlich wurde dort ein „Bus voller Bräute” erwartet. Ortsvorsteher Heinz Beckers freute sich über 13 Freiwillige. Hauptaugenmerk lag auf dem Gewerbegebiet, in dem unter anderem viele Autoreifen aufgesammelt wurden.

Richtig mit Eifer und Kraft ging die Jugend in Gangelt zu Werke.Vor allem die Realschule war sehr aktiv. Die Schüler bewaffneten sich mit Müllsäcken und großen Greifzangen. Rund um die Real- und Hauptschule wurde nach allem gepickt, was - von Passanten achtlos weggeworfen - die Natur verschmutzte: Getränkedosen, leere Zigarettenpackungen und sogar eine Sporthose wurden eingesammelt. Schließlich waren die Müllsäcke bis zum Rand gefüllt.

Die Pfadfinder waren ebenso im Einsatz wie der Tennisverein, der sein großes Revier durchforstete. Auf dem Kirmesplatz begrüßte der Ortsvorsteher neben Vereinsvertretern auch Bürgermeister Bernhard Tholen, der sich wie einige Privatpersonen in den Dienst der Müllaktion stellte.

Erstaunlich viele Hüllen von Stromkabeln wurden bei der Säuberung in Breberen eingesammelt. Da waren wohl Kabeldiebe am Werk, denn das Metall war feinsäuberlich herausgezogen worden, die nicht mehr verwendbare Kunststoffhülle wurde entsorgt. 45 Mann waren in Breberen im Einsatz.

Ortsvorsteher Günter Claßen lobte den großen Zusammenhalt der Ortsvereine. Bei der Aktion wurden unter anderem auch viele Dachziegel in der Umgebung gefunden. Nach rund zwei Stunden war der große Container rappelvoll.

In Haaren zog Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen mit einer Schulklasse durch Felder und Wiesen. Sechs Gruppen à fünf bis sechs Personen waren mit Eifer bei der Sache. „Natürlich wurde noch zu viel eingesammelt, wobei ich nun im dritten Jahr der gemeinsamen Aktion der Meinung bin, dass weniger wilder Müll gefunden wurde”, sagte Peter Roggenkämper aus Haaren.

Besonders die Wirtschaftswege zwischen Haaren und Kirchhoven schienen für Entsorger von Müll geeignet zu sein, um ihre Fitness im Müllbeutel-Weitwurf zu testen.

Heinz Otten aus Waldfeucht freute sich darüber, dass viele Kinder mit auszogen, um den Kampf gegen den Unrat aufzunehmen. Rund um Mühle und Kapelle wurden viele kleine Müllbeutel gefüllt.

„Es ist nicht zu glauben, was alles weggeworfen wird”, sagte Otten und schüttelte den Kopf. Auch in Waldfeucht wurde ein leichter Rückgang der illegalen Entsorgung verzeichnet.