Der neue Chef liebt Krimis

Der neue Chef liebt Krimis

Erkelenz (an-o) - Zum Monatsanfang September ging ein Wunsch von Dr. Karl-Heinz Horbach in Erfüllung: Er kehrte an eine frühere Wirkungsstätte zurück.

Nach der Pensionierung des bisherigen Amtsgerichtsdirektors Oswald Lennartz wechselte er von Grevenbroich in die Erka-Stadt.

Jetzt ist es von seiner Wohnung in einem Erkelenzer Stadtteil zur Dienststelle an der Kölner Straße nicht mehr sehr weit. Und darüber freut sich der promovierte Jurist besonders.
Dass er trotzdem mit einem weinenden und lachenden Auge Grevenbroich verließ, beweist die Tatsache, dass in seinem Dienstzimmer im dritten Stock des Amtsgerichtes ein Bild an das ehrwürdige Gebäude erinnert, in dem Horbach acht Jahre "Chef" war.

Geboren in Lövenich besuchte Karl-Heinz Horbach das Cusanus-Gymnasium, studierte in Köln Jura, arbeite nach den Staatsexamina am Landgericht in Mönchengladbach, war dort zwischendurch auch ein Jahr Staatsanwalt, machte ein Jahr lang beim Oberlandesgericht in Düsseldorf Station und bearbeitete ab 1986 in Erkelenz hauptsächlich Zivil- und Jugendsachen.

Nun wird er sich nach der Versetzung von Grevenbroich wieder den Zivilsachen widmen. Dass die Familiensachen wie Betreuungsangelegenheiten und Scheidungsverfahren steigen, mit insgesamt weniger Personal immer mehr Aufgaben zu erfüllen sind, stimmt den Amtsgerichtsdirektor nicht gerade freudig.
Positiv nennt er aber die Tatsache, dass demnächst jeder Arbeitsplatz im Erkelenzer Amtsgericht mit einem Computer ausgestattet und mit dem justizeigenen Verbund vernetzt ist. Dann ist auch in Erkelenz an der Kölner Straße das Programm "Justiz 2003" erfüllt.

Mit Entschiedenheit

Der Behauptung, Gerichtsverfahren dauerten zu lange, tritt Horbach mit Entschiedenheit entgegen. "Das mag bei den Verwaltungssachen sein, in der ordentlichen Gerichtsbarkeit werden alle Vorgänge in angemessener Zeit abgearbeitet" ist seine Feststellung.

Privat kann sich Karl-Heinz Horbach immer noch nicht von der Juristerei trennen. Eines seiner Hobby ist die Rechtsgeschichte ,und er liest auch gern Krimis. Als Vorsitzender von 350 Mitgliedern des Tennisclubs Lövenich schwingt er auch selbst das Racket. Seit 1977 ist er mit Ehefrau Franziska verheiratet und hat zwei Töchter.