Kreis Heinsberg: Der Jugend Europas Einzigartiges ermöglicht

Kreis Heinsberg : Der Jugend Europas Einzigartiges ermöglicht

Fünf Tage lang waren Jugendliche aus Russland, Rumänien, Schottland, Polen, Ungarn und aus dem Kreis Heinsberg in der Schwimmsportschule in Übach-Palenberg beim fünften Euro-Jugend-Seminar vereint, das die Sparkassen-Stiftung für Völkerverständigung in Zusammenarbeit mit der Sportjugend des Kreissportbundes Heinsberg veranstaltete.

„Uns wurde etwas Einzigartiges ermöglicht”, sprach David aus dem Kreis Heinsberg den Teilnehmern aus der Seele. „Danke für eine wunderbare Chance. Es wurden neue Freundschaften geschlossen und die Eindrücke werden unvergessen bleiben und unser weiteres Leben mit prägen”, so die Teilnehmer aus Russland.

Bei der Abschlussveranstaltung zogen nicht nur die Jugendlichen ein mehr als positives Fazit. Roman Schins und Martin Hennebrüder von der Sportjugend begrüßten zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft, Sport und Politik in der Schwimmsportschule. Die Ehrengäste und Organisatoren, die alle bisherigen Euro-Jugend-Seminare mit erleben durften, kamen zu der Erkenntnis: Dieses fünfte Seminar übertraf alle Erwartungen.

Der Zeitrahmen war eng gesteckt, aber dies sollte - im Nachhinein betrachtet - die Jugend Europas noch enger zusammenbringen. Besuch im Heinsberger Kreishaus, Informationsgespräch zum Thema Jugendkriminalität, Volleyballspiel mit jungen Strafgefangenen, Besuch auf der Nato-Air-Base Geilenkirchen-Teveren, Fahrt nach Maastricht, Besuch eines Eishockeyspieles der DEG Metro Stars in Düsseldorf, Fahrt zum Landtag, Gesprächsrunden mit jungen Politikern aus dem Kreis Heinsberg, Fahrt zum EU-Parlament in Brüssel und vieles mehr: Fünf Tage lang sammelten die Jugendlichen viele Eindrücke.

„Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich mich mit jungen Straftätern an einen Tisch sitzen würde”, so Robert aus Rumänien. Dieser Kontakt mit jugendlichen Insassen der Justizvollzugsanstalt Heinsberg war für alle eine neue, ganz besondere Erfahrung.

Für Natascha aus Russland war die Diskussion mit jugendlichen Politikern aus dem Kreisgebiet ein Höhepunkt. „In Europa fehlt ein Obama”, um die Jugend zu motivieren, zur Wahl zu gehen und Verantwortung zu übernehmen, zeigten sich die Teilnehmer der politischen Diskussionsrunde einig. Für den jungen Robert war auch das gemeinsame Kartenspiel am Abend ein Erlebnis.

Die Seminarteilnehmer dankten der Sportjugend und auch der Sparkassen-Stiftung, die dieses Seminar möglich gemacht hatten. Wobei die Organisatoren ebenfalls einen Dank an die Teilnehmer und auch einen Dank an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer bei dieser Seminarwoche aussprachen. Unter den Teilnehmern war die Freude über diese Woche in den Augen erkennbar, aber es herrschte auch Wehmut über den Abschied. Die meisten hätten wohl am liebsten dieses Seminar verlängert.