Hückelhoven-Brachelen: Der Bischof isst sehr gern im Altenheim

Hückelhoven-Brachelen : Der Bischof isst sehr gern im Altenheim

Die Kessel, Töpfe und Arbeitsflächen in der Küche vom Alten- und Pflegeheim Haus Berg in Brachelen sind um halb eins blitzblank. Sie lassen nichts davon ahnen, dass hier noch vor kurzer Zeit eifrig vorbereitet und gekocht wurde.

Und auch Küchenchef Armin Leclou hat die Hektik, die um diese Zeit in vielen anderen Küchen herrscht, bereits hinter sich. Sein Küchenpersonal, das auch den Service übernimmt, verteilt gerade das Essen an die Wohnbereiche.

Dabei leistet Armin Leclou mit seinem zehnköpfigen Team „Schwerstarbeit”. Schließlich wird hier in der großzügigen und modernen Küche mit 100-Liter-Dampfkesseln für 220 Personen gekocht, einschließlich der hungrigen Kinder im benachbarten Kindergarten. Zudem versorgt die Küche auch das an Haus Berg angeschlossene Christinenstift in Gereonsweiler.

Bereits um 6.45 Uhr beginnt der Dienst für die Küchenmannschaft, um das Frühstücksbuffet herzurichten sowie das Mittagessen mitsamt dem Salatbuffet und Abendessen vorzubereiten. Armin Leclou stellt als Küchenchef hohe Ansprüche, verwendet immer frisches Obst und Gemüse eines ortsansässigen Gemüsehändlers und qualitativ hochwertige Produkte. Alles wird bei ihm schmackhaft zubereitet. Ob es sich nun um ein Sonntagsessen wie Hähnchenbrustfilet mit Sauce Hollandaise und Spargel samt einer Mousse au Chocolat oder das Freitagsfischgericht handelt.

Als Küchenchef eines Alten- und Pflegeheims weiß er, dass alles „altengerecht” serviert werden muss. Und er weiß, was die Bewohner mögen. So gehören die Rindfleischsuppe und der Braten am Sonntag auf den Speiseplan ebenso wie der Samstagseintopf.

Aber auch Neues probiert er gerne aus. Dafür eigenen sich die Mottowochen gut. Damit die Bewohner selber mal in die Töpfe gucken können, findet regelmäßig ein Front-Cooking statt. Um die Sinne von demenzkranken Menschen anzusprechen macht Leclou gerne Fingerfood.

Die Bewohner wissen die gute Küche von Haus Berg zu schätzen. Dies erfahren die Servicekräfte immer wieder beim Servieren der Menüs. „Bester Beweis ist, dass unsere Hausgemeinschaften auf die Menüs zurückgreifen, obwohl sie selber kochen könnten”, sagt Heimleiter Bernd Bogert.

Den besten Beweis liefert Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff. Er ist von den Künsten der Küche so überzeugt, dass er bei seinen Visitationen in der Region als Essensgast unter anderem Haus Berg aufsucht. Dass die Küche einen guten Ruf hat, zeigt sich auch darin, dass sie für die Menschen, die sich beim Weltjugendtag verdient gemacht haben, kochen durfte.

„Davon erfuhren die Organisatoren der diesjährigen Heiligtumsfahrt Aachen. Sie kamen auf uns zu, um eine Dankveranstaltung für verdiente Ehrenamtler anlässlich der Heiligtumgsfahrt auszurichten. Nun dürfen wir mit den Altenheimen St. Josef Waldenrath und St. Lambertus Hückelhoven 250 Essen für diese Dankveranstaltung am Freitag, 15. Juni, zubereiten und den gesamten Abend mit dem Motto ,Eine Sommernacht´ ausrichten”, sagt Bogert.