Düren: Der Beruf ist entscheidend für die Zukunft

Düren : Der Beruf ist entscheidend für die Zukunft

Auf diesen Tag haben sie lange gewartet. Eine aufregende, freudige Erwartung. Der Vorhang, hinter dem sich ihre nahe Zukunft versteckt, wird dann hoffentlich ein Stück zur Seite geschoben. Ein kleines oder vielleicht sogar ein ganz großes Stück. Und an dieser Stelle würde mehr Klarheit auftreten.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf bei Lidl aus? Welche Anforderungen stellt der Beruf des Polizisten? Welche Eigenschaften muss ich als Pflegekraft mitbringen? Wie läuft das Bewerbungsverfahren für medizinische Fachangestellte ab? Bin ich geeignet für den Beruf des kaufmännischen Angestellten? Fragen über Fragen, die es galt, zu beantworten.

Auszubildende beim Discounter Lidl berichten den Schülern von ihrer Lehre im Unternehmen. Foto: Jana Peterhoff

Etwa 60 junge Menschen nahmen gerne das Angebot des Berufskollegs Kaufmännische Schulen in Anspruch, um Vertreter verschiedener Unternehmen aus der Region kennen zu lernen. Ausbildungsleiter aber auch Auszubildende kamen direkt ins Klassenzimmer, um den interessierten Mädchen und Jungen der Handelsschule Informationen aus erster Hand zu geben und ihnen bei der künftigen Berufswahl zu helfen. Denn die Betroffene entscheiden sich nicht nur für einen Beruf, sondern stellen damit auch ihre künftigen Weichen im Leben.

„Eine wichtige Entscheidung kann man nur treffen, wenn man gut informiert ist“, sagte Johanna Bollinger vom Berufsorientierungsbüro des Berufskollegs Kaufmännische Schulen des Kreises Düren. Sie gehört zu der Initiative „Unternehmen stellen sich vor“.

Kleine Gesprächsrunden

Wie konkret die Idee am Berufskolleg umgesetzt wurde, erklärte Ursula Roßkopf: „Die Schüler geben im Vorfeld vier Wunschbetriebe an und drei davon lernen sie kennen. Das Ziel ist, möglichst viele Fragen, die mit den Sonnen- und Schattenseiten einer Ausbildung zu tun haben und die man sonst beim Vorstellungsgespräch nicht stellen darf, zu stellen.“

Als Hilfe nahmen die Schüler und Schülerinnen einen Laufzettel mit selbst erarbeiteten Fragen mit in die Gesprächsrunden. Sie sprachen mit Ausbildungsleitern, die aus dem Einzelhandel oder aus dem medizinischen Bereich kommen, sowie mit Ausbildungsvermittlern der Handwerkskammern und mit Auszubildenden selbst.

Innerhalb einer halben Stunde lernte jede kleine Schülergruppe je ein Unternehmen kennen. In neunzig Minuten durchliefen die Schüler der Handelsschule drei verschiedene Ausbildungsberufe.

Roxana Syed, medizinische Fachangestellte äußerte sich positiv über die Teilnehmer: „Das Interesse an der Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten war vor allem seitens der Mädchen sehr groß. Viele waren überraschenderweise gut informiert und hinterließen einen positiven Eindruck.“

Im Anschluss an die Veranstaltung sollten die Schüler im Rahmen des Faches „Personalwirtschaft“ ihre Einsicht in die Berufsbilder vertiefen und Stärken- und Schwächenprofile, sowie Bewerbungsmappen erstellen. Mit dem Projekttag erhoffte sich die Schule einen motivierenden Einstieg in die Bewerbungsphase ihrer Schülerinnen und Schüler.

Das Berufskolleg hat bewusst nicht nur kaufmännische Berufe, sondern auch andere Ausbildungsbetriebe vorgestellt: Wie die Handwerkskammer Aachen, die Rechtsanwaltskammer Köln, das Autohaus Herten, Discounter Lidl, Heimbach, Ärztekammer Nordrhein, das Beratungsbüro Jülich der Bundeswehr und das St. Marien-Hospital Düren.

Die Ausbildungsplattfom in der Region Aachen, Düren und Heinsberg: acubi.de