Der alte Vorstand ist auch der neue

Der alte Vorstand ist auch der neue

Gerderath (an-o/hewi) - Der CDU-Ortsverband Gerderath/Gerderhahn hatte seine Mitglieder in das Hotel "Zur Burg" zur Versammlung und Neuwahl des Vorstandes eingeladen. Nach der Sitzung ist klar: Der neue Vorstand war auch der alte.

Zur Begrüßung dankte Vorsitzender Leo Schmitz für das überdurchschnittliche Engagement bei der Bundestagswahl. Da Gerderath traditionell eher sozialdemokratisch wähle, habe man ein respektables Ergebnis erzielt und dazu beigetragen, dass Leo Dautzenberg erneut nach Berlin geschickt werden konnte. Und da das Stichwort Berlin gerade gefallen war, ließ er es sich nicht nehmen, die für ihn "unerträgliche" Haltung der Bundesregierung zu den USA mit harten Worten anzuprangern.

Positiveres gab es da aus dem mit 93 Mitgliedern zweitstärksten Erkelenzer CDU-Ortsverband zu berichten. Neben der geselligen Fahrt nach Maastricht hatte vor allem der Info-Besuch in der Müllverbrennungsanlage Weisweiler regen Anklang gefunden, weshalb auch in diesem Jahr weitere Info-Fahrten geplant werden.

Ehrennadel überreicht

Die Ehrung der langjährigen Mitglieder überließ Schmitz dem zweiten Stadtverbandsvorsitzenden Peter Jansen. So erhielten Hannelore und Gerd Hermanns, Franz-Josef Feemes und Bruno Kunisch neben einer Urkunde auch eine Ehrennadel überreicht. Jansen ging in seinem anschließenden Bericht auf die Situation der CDU nach der letzten Kommunalwahl ein und bemerkte: "Es sieht nicht gut aus für die CDU." Politik sei für den Bürger zu kompliziert geworden. Dies sei die Stunde der Ortsverbände, deren Aufgabe er darin sehe, an der Basis die Politik zu erklären und verständlich zu machen. Jedes einzelne Mitglied sei "ein Gesicht der CDU".

Dass gerade Kommunen wie Erkelenz derzeit Probleme hätten, erklärte er damit, dass die Klientel der SPD eher in den Ballungsräumen zu finden sei. So schwäche die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer die kleineren Gemeinden. Erkelenz stehe vor einem weiteren Problem: der Haushalt für das laufende Jahr ist noch nicht abgesegnet. Eine Lücke von 2,5 Millionen Euro sei noch zu schließen, ansonsten drohe die Zwangsverwaltung durch den Regierungspräsidenten. Dies müsse unbedingt verhindert werden.

In der anschließenden Wahl wurden der Vorsitzende Schmitz und seine beiden Stellvertreter Hans-Dieter Vasters und Franz-Josef Michels mit großer Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt.