Wegberg: Denkanstöße gegen Vorurteile geben

Wegberg : Denkanstöße gegen Vorurteile geben

Das Miteinander fördern, über den eigenen Gartenzaun schauen und mithelfen, das sind nur einige der Dinge, wofür Gabriele Jansen aus Wegberg und ihr Team ihre Mitmenschen sensibilisieren möchte.

Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sie vor kurzem die Wegberger Tafel für Menschen gegründet, die mittags nicht allein essen wollen, aber auch für Menschen, die ansonsten nichts Warmes auf den Tisch bekommen würden.

Jeden Samstag gibt es nunmehr ab 12 Uhr im Raum des Klosters am Rathausplatz zwischen der Kirche und der Kreissparkasse eine warme Mahlzeit, meistens Suppe, die das Wegberger Krankenhaus spendet.

Brötchen und Backwaren dazu gibt es von der Bäckerei Hintzen und auch der Wegberger Schnäppchenmarkt sowie Plus steuern Essensspenden zu.

Dieses Konzept erinnert stark an den „Tafelgedanken”, der besagt, dass nicht alle Menschen ihr täglich Brot haben. „Und dennoch gibt es Lebensmittel im Überfluss. Die Tafeln bemühen sich um einen Ausgleich - mit ehrenamtlichen Helfern, für die Bedürftigen Ihrer Stadt.”

Die Tafeln helfen so diesen Menschen, eine schwierige Zeit zu überbrücken und geben ihnen dadurch Motivation für die Zukunft.

Ganz ähnlich diesem bekannten Prinzip arbeiten auch Gabriele Jansen und ihre engagierten Mitstreiter, darunter je nach Zeit auch schon mal die Umweltkids, wie die Initiatorin im Gespräch mit unserer Zeitung verriet.

Entwickelt habe sich dies alles allmählich. Zuerst hätten sich Gespräche mit Obdachlosen ergeben, menschliche Kontakte seien entstanden. Bei regelmäßigen Treffen sei viel über die alltäglichen Probleme diskutiert und nach Lösungen gesucht worden.

Es sei aber nicht nur diskutiert worden. „Wir haben regelmäßig beispielsweise die Parks gesäubert”, so Gabriele Jansen.

Aus den vielen Gesprächen habe sich schließlich auch die Wegberger Tafel entwickelt. Nun musste als erstes Platz her. „Wir haben mit der Kirche gesprochen, die uns bereitwillig den Raum zur Verfügung gestellt hat.”

Die Wegberger Tafel sei für alle Menschen gedacht, die sich Samstagsmittag in Gesellschaft befinden möchte. Etwa auch für ältere Menschen, die vielleicht alleine sind.

Immerhin gehe es dabei darum, eine Gemeinschaft zu gründen, und mal raus zu kommen. Besucher seien immer herzlich willkommen.

„Es hat nichts mit etwas Anrüchigem zu tun, sondern mit geselligem Beisammen sein”, betont Gabriele Jansen und möchte damit einige Vorurteile etwa gegenüber Obdachlosen ausräumen.

Ältere Menschen, die keine Möglichkeit sehen, samstags in die Wegberger Innenstadt zu kommen, würden auch abgeholt werden, hieß es.

Gabriele Jansen ist unter 02434/929304 zu erreichen. Es werde bei den Treffen auch immer etwas getan, wie etwa die Innenstadt zu kehren.

Und manchmal reiche es schon aus, einfach nur zuzuhören, weiß Gabriele Jansen, die ebenso wie ihre Mitstreiter mit der Wegberger Tafel Denkanstöße gegen Vorurteile geben möchte.