Demo der Pelztiergegner mit Hindernissen

Demo der Pelztiergegner mit Hindernissen

Waldfeucht-Braunsrath/Selsten. „Zieht der Pelzmafia das Fell über die Ohren”, hinter dieses Transparent versammelten sich am späten Sonntagvormittag 75 bis 80 Demonstranten zum Protestzug Richtung Selsten zu einer Pelzzuchtfarm, in der bereits in der vierten Generation Nerze gezüchtet werden.

Bereits vor vier Jahren war das Anwesen der Familie Laumen mit zur Zeit rund 2150 Muttertieren das Ziel der Pelztiergegner.

Mit zwei Bussen mit Kölner Kennzeichen waren die Gegner der Pelztierzucht nach Braunsrath gekommen.

Mangelnde Ortskenntnis führte wohl dazu, dass die Demo-Busse zunächst auf der L 227 weiter Richtung Saeffelen unterwegs waren, dann allerdings den Irrtum bemerkten und zurückkehrten.

Bei der Braunsrather und Selstener Bevölkerung fanden die „externen Demonstranten”, die von einem im ländlichen Bereich sicherlich nicht alltäglichen Polizeieinsatz mit Streifenwagen und Zivilbeamten begleitet wurden, wenig Sympathien.

Passanten wie Anwohner des Kirchplatzes vertraten die Meinung, dass man eine Störung der sonntägliche Ruhe in dieser Form nicht brauche.

Die gleichen Parolen und Transparente wie vor vier Jahren, aber jüngere Demonstranten, diesen Eindruck hatte Pelzzüchter Frank Laumen.

Sich als „Mörder” beschimpfen lassen zu müssen, fand er dann bei aller Toleranz für eine freie Meinungsäußerung nicht mehr akzeptabel.

Nach rund einer Stunde war die Demo vorbei und die Demonstranten mit den Bussen zum nächsten Ziel unterwegs.