Erkelenz-Grambusch: Dealer mit zwei Kilo Rauschgift geschnappt

Erkelenz-Grambusch : Dealer mit zwei Kilo Rauschgift geschnappt

Kurz vor dem Jahreswechsel gelang der Polizei im beschaulichen Erkelenzer Ortsteil Grambusch ein erfolgreicher Schlag im Kampf gegen die Rauschgift-Kriminalität.

Wie die Polizei am Freitag berichtet, wurden gegen 15.10 Uhr ein 31-jähriger Mann aus Grambusch sowie ein 22-jähriger Mann aus Hürth und eine 22-jährige Frau aus Köln, die sich in seiner Begleitung befanden, vorläufig festgenommen.

Der 31-Jährige steht in dringendem Tatverdacht, bereits seit Oktober 2003 wöchentlich Betäubungsmittel aus den Niederlanden in die Bundesrepublik einzuführen und sie in seiner Wohnung in Grambusch an Abnehmer in Erftstadt und Köln zu veräußern.

Bei der Durchsuchung des Pkw des 31-Jährigen fanden die Polizisten zwei Kilogramm Amphetamine.

Gegen 18.30 Uhr wurden zwei weitere Personen festgenommen. Zwei 22-jährige Männer aus Erftstadt wollten in der Wohnung des 31-Jährrigen und Drogen in Empfang nehmen.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden die Frau, der 22-Jährige aus Hürth und einer der Männer aus Erftstadt wieder entlassen. Gegen den 31-Jährigen und einen Mann aus Erftstadt ordnete der Haftricher Untersuchungshaft an.

Für die Anwohner bot sich am Dienstag ein Spektakel, das sie sonst eher aus Action-Serien kennen: ein Polizeieinsatz mit rund 20 zivilen Beamten auf offener Straße.

„Gegen 15 Uhr hörte ich Schreie und dachte im ersten Moment an einen Unfall”, schilderte eine Augenzeuge das Geschehen vor ihrer Haustür.

Auf der Straße sah sie einen jungen Mann auf dem Boden liegen, der von einem anderen Mann festgehalten wurde. „Zuerst wollte ich die Polizei anrufen, doch dann sah ich die Handschellen.”

Die Frau war Zeugin des Einsatzes geworden, dem eine tagelange Observationsarbeit vorausgegangen war. Die Straße In Grambusch war zu dieser Zeit durch zivile Polizeifahrzeuge abgesperrt.

Beamte stellten Spuren sicher. Drogenhunde wurden sowohl im Fahrzeug der Festgenommenen als auch in der Wohnung fündig.

Gegen 17 Uhr, erinnert sich die Zeugin, waren Fahrzeuge und Menschen so schnell von der Straße verschwunden wie sie aufgetaucht waren. Sie dachte, dass mit dem spektakulären Zugriff „die Sache erledigt” und die gewohnte Ruhe wieder eingekehrt sei.

Doch weit gefehlt: Gegen 18 Uhr 30 wurde es wieder laut. Da gingen die zwei junge Männer aus Erftstadt in die Falle und wurden in Handschellen abgeführt.

Langsam begannen sich die Grambuscher zu fragen, wo eine so große Anzahl an Polizisten sich unentdeckt und unbehelligt so lange auf die Lauer legen konnte.

Ein Anwohner berichtet: „Ehrlich gesagt, hatte ich mich schon seit einigen Tagen gewundert, wo die ganzen Autos herkommen. Die Straße war zugeparkt.” Andere Grambuscher erinnern sich, dass „in letzter Zeit viel los war bei uns auf der Straße”.