Waldfeucht-Haaren: Das Zusammenspiel der Löscheinheiten passt perfekt

Waldfeucht-Haaren : Das Zusammenspiel der Löscheinheiten passt perfekt

Mittwochabend, 20 Uhr. Sirenengeheul in der Gemeinde Waldfeucht. Die Leitstelle erhält die Nachricht vom Brand in einer Schreinerei im Gewerbegebiet Entenpfuhl, die Einsatzkräfte vor Ort werden alarmiert. Die Löscheinheit Haaren ist als Erste vor Ort, der Einsatzleiter informiert sich beim Firmenchef über den Sachverhalt, macht sich ein Bild. Mittlerweile rücken die übrigen Einheiten aus der Gemeinde an.

Zum Glück war das zwar nur die Jahresübung für die Wehr — doch sie zeigt: Das Zusammenspiel passt sehr gut.

Alle gerettet, alle in Sicherheit: Alle Beteiligten zeigten sich nach dem Übungseinsatz zufrieden. Foto: agsb

Zurück zum Szenario: Rauch ist im hinteren Bereich der Schreinerei sichtbar. Und der Firmenchef teilt mit, dass fünf Personen vermisst sind und sich anscheinend noch im Gebäude oder auf dem Firmengelände befinden. Vor der Schreinerei wurde auch noch ein Mitarbeiter der Firma beim Abladen unter einer Palette eingeklemmt — dies geschah kurz nach der Entdeckung des Brandes.

Hier wurden gleich Feuerwehrkameraden zur ersten Betreuung abgestellt. Der Einsatzleiter informiert derweil die ankommenden Einheiten — Menschenrettung hat oberste Priorität, und jede Sekunde zählt.

Auch die Jugendfeuerwehr zeigte vollen Einsatz: Die Jugend spielte die verletzten Personen. So durchsuchten Feuerwehrleute unter dem Einsatz von schweren Atemschutzgeräten die Räume. Trotz Übung und an sich guter Sicht im Gebäude begann für die Feuerwehrleute ein schweißtreibender Einsatz. Hier waren die Masken abgedichtet, die Sicht war gleich null.

Nun galt es, sich teilweise auf Knien Schritt für Schritt vorzuarbeiten, um die vermissten Personen zu suchen. Gleichzeitig wurde der Brandherd im Auge gehalten und bekämpft.

Alle in Sicherheit

Am Ende wurden alle Personen im Gebäude und hinterem Bereich der Schreinerei gerettet. Nach rund 45 Minuten Einsatz unter schwersten Bedingungen konnte schließlich das Einsatzende verkündet werden. Gemeindebrandinspektor Marco Sötzen zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf dieser Übung, die Zusammenarbeit unter den einzelnen Löscheinheiten lief hervorragend.

Die Löscheinheit Brausrath war nicht mit im Übungseinsatz. Sie stand in unmittelbarer Nähe des Übungsszenarios und übernahm die Einsatzbereitschaft für einen möglichen Ernstfall in der Gemeinde.

Mit vor Ort war unter anderen Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen. Dieser sah die Feuerwehr in der Gemeinde sehr gut aufgestellt und die Wehr für alle Notfälle bestens gerüstet.

Mehr von Aachener Zeitung