Kreis Heinsberg: Das Thema „Heimat“ ist im Kreis Heinsberg immer präsent

Kreis Heinsberg : Das Thema „Heimat“ ist im Kreis Heinsberg immer präsent

Landrat Stephan Pusch verhehlte nicht seinen Stolz. Sparkassendirektor Thomas Giessing brachte zum Ausdruck, wie gerne das von ihm geführte Geldinstitut dieses Projekt wieder unterstützt habe. Und Schulamtsdirektor Christoph Esser sprach von einer „Erfolgsgeschichte“.

Bei einem Pressegespräch am Montagnachmittag im Heinsberger Kreishaus wurde die vierte Auflage des Sach- und Heimatkundebuches „Kreis Heinsberg — ganz nah“ präsentiert. Gedacht ist es, wie im Untertitel zu lesen ist, nicht nur für das dritte und vierte Schuljahr. Aber vor allem in diesen beiden Grundschuljahrgängen wird es eingesetzt, denn im Sachkundeunterricht gehe es um die Lebenswelt der Kinder, sagte Esser. Sie sollten erfahren, wie interessant ihre Heimat sei — und damit auch, wie interessant die Welt sei. Dafür bilde das beliebte Buch eine gute Wissens- und Anregungsgrundlage. „Die Schülerinnen und Schüler nehmen das Buch gerne in die Hand“, so Esser weiter.

Das Thema „Heimat“ sei im Kreis Heinsberg immer präsent gewesen, betonte der Landrat. Das Thema „Heimat“ habe für den Kreis Heinsberg schon eine Rolle gespielt, als die große Politik das Thema noch nicht für sich entdeckt habe, merkte Pusch an. Im Jahr 2008 war das Buch erstmals erschienen.

Drei neue Kapitel

In der jetzt präsentierten vierten Auflage hat das nunmehr 135 Seiten zählende Werk eine sehr umfassende redaktionelle Überarbeitung erfahren, wie Schuldezernent Franz Josef Dahlmanns erklärte. Drei neue Kapitel sind aufgenommen worden: „Naturschutz geht und alle an — Was können wir dafür tun?“, ­„Lebensraum Streuobstwiese“ und „Die fleißigen Bienen“. Dafür mussten die Naturschutzstation Haus Wildenrath und der Wassenberger Sämling weichen.

Aktualisiert worden ist das Kapitel „Braunkohle — Dörfer werden umgesiedelt“, „um auch hier den Entwicklungen der letzten Jahre gerecht zu werden“, so Dahlmanns. Das Kapitel „Es brennt“ ist mit einem aktuellen Feuerwehrkapital ergänzt worden, was unter Umständen zur Nachwuchsgewinnung für dieses wichtige Ehrenamt beitragen könne, so die Hoffnung des Dezernenten.

Orientiert am geltenden Lehrplan, wurde sehr viel Wert auf die pädagogisch-didaktische Ausrichtung des Buches gelegt. Sechs Themenbereiche — Kreis, Städte und Gemeinden; Natur und Leben; Technik und Arbeit; Zeit und Kultur; Raum und Umwelt; Mensch und Gemeinschaft — werden in den insgesamt 57 Kapiteln in den Blickpunkt gerückt, mit kindgerechten Texten, aber auch mit Hilfe von circa 600 Bildern, Zeichnungen oder Grafiken. Dazu gibt es ein Würfelspiel, eine Landkarte und ein Lesezeichen.

In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung stellt ein „Parcours“ , der auf einer App der Bildungspartner NRW basiert, eine pfiffige Ergänzung dar, die von den Medienberatern für Lehrkräfte, Stefan Huppertz und Guido Rütten vorgestellt wurde. Sie soll auch Thema für Lehrerfortbildungen werden, so war zu erfahren.

Anregungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge — mit Blick auf zukünftige Auflagen — sind willkommen und per E-Mail an schulbuch@kreis-heinsberg.de möglich.

Viele Dankesworte

Viele Dankesworte waren am Montag zu hören: Sie galten allen, die an dem Buch mitgearbeitet haben, insbesondere der Projektleitung, den vielen Autorinnen und Autoren sowie Fotografinnen und Fotografen, einem Team der Birgdener Schule der Begegnung für die Überarbeitung der Aufgabenstellungen, sowie Ulrich Hollwitz (Pressestelle des Kreises) und Hubert Winkels (HS Grafik und Druck), die für Layout und Gestaltung verantwortlich zeichneten.

Die jetzt gedruckten 5000 Exemplare sollen zu Beginn der Schuljahre 2018/19 und 2019/20 an alle Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen in Grund- und Förderschulen verteilt werden, wie Leonhard Stepp­rath, Leiter des Amtes für Bildung und Kultur, ausführte. Möglich gemacht hat die Produktion dieses Buches und dessen kostenlose Verteilung — wie schon bei den vorangegangenen Auflagen — die Kreissparkasse Heinsberg, der dafür besonderer Dank galt. Ihr Vorstandsvorsitzender Thomas Giessing sagte, gerade das Thema Heimat passe zur Kreissparkasse und ihrer Kernmarke „Ein starkes Stück Heimat“. Und besonders die schulische Bildung sei für die Sparkasse eine „Herzensangelegenheit“. Deshalb verfüge sie ja auch über einen Pädagogischen Beirat.

(disch)
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