Kreis Heinsberg: Das Motto lautet: „Gib Dingen ein zweites Leben“

Kreis Heinsberg : Das Motto lautet: „Gib Dingen ein zweites Leben“

„Gib Dingen ein zweites Leben“ lautet das Motto der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“, Europas größter Kommunikationskampagne rund um die Themen Abfallvermeidung und Wiederverwendung, die aktuell läuft.

„Die kurze Lebensdauer von Produkten und ein ständig wachsender Markt lassen die Abfallberge steigen. Doch jeder kann Abfälle vermeiden und Ressourcen schonen, indem die Produktion von Konsumgütern durch Wieder- oder Weiterverwendung alter Geräte reduziert wird“, erklärte die Pressestelle des Kreises Heinsberg. Neben bekannten Online-Tausch-Börsen biete der Kreis auf seiner Homepage (www.kreis-heinsberg.de) die Möglichkeit eines Tausch- und Verschenkmarktes an.

Dieses Angebot solle helfen, Sperrmüllmengen im Kreis Heinsberg zu reduzieren. Angeboten werden könnten da Elektrogeräte, Möbel, Bücher, Spielzeug und anderes mehr. Auch die caritativen Einrichtungen im Kreis Heinsberg seien für diesbezügliche Spenden aller Art immer offen, so der Kreis.

Bei nicht funktionstüchtigen Elektrogeräten sei die Entsorgung im „normalen“ Hausmüll sowie die Weitergabe an umherfahrende „Sammler“ gesetzlich verboten; die unsachgemäße Entsorgung seit aufgrund der zahlreichen gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffe auch schädlich für Mensch und Umwelt. Solche Geräte könnten vielmehr an den beiden Kleinanlieferplätzen des Kreises Heinsberg in Gangelt-Hahnbusch und Wassenberg-Rothenbach kostenlos abgegeben werden.

„Verpackungsabfälle vermeiden“ hieß es im vergangenen Jahr. Bei der Verwendung von Plastiktüten ist laut Kreis ein erster Schritt gemacht worden. In einigen Städten und Gemeinden des Kreises Heinsberg würden Plastiktüten nur noch gegen eine Gebühr ausgegeben. Dies habe bereits zu einer wesentlichen Reduzierung geführt. Der Kreis habe bereits im Jahr 2014 eine Aktion unter dem Motto „Plastiktüte gegen Baumwolltasche“ durchgeführt und mehrere Tausend umweltfreundliche Baumwolltaschen ausgegeben.

Ein Großteil des Verpackungsmülls gehe jedoch inzwischen auch auf das Konto des Online-Handels. Ein weiteres großes Problem würden die inzwischen immer häufiger angebotenen Einweg-Becher, etwa beim „Coffee-to-go“, darstellen.

Viele andere Aktionen werden vom Kreis Heinsberg — nach eigener Darstellung — unterstützt. So auch die häufig von Schulen, Kindergärten oder Vereinen durchgeführten Müllsammelaktionen. Wie diese „Unterstützung“ aussieht, erklärte der Kreis so: Um einen Anreiz für solche Aufräumaktionen zu bieten, subventioniere der Kreis diese Sammelaktionen durch eine deutlich vergünstigte Entsorgungsgebühr an der Deponie in Gangelt-Hahnbusch.