Würselen: Das Modell II soll begabte Kinder für den Ingenieurberuf begeistern

Würselen : Das Modell II soll begabte Kinder für den Ingenieurberuf begeistern

Die Begeisterung steht den jungen Teilnehmern ins Gesicht geschrieben: nach dem halbstündigen Flug mit FH-Professor Peter Dahmann strahlen die Schülerinnen und Schüler. Auf dem Flugplatz Merzbrück haben sie ihre erste Erfahrung im Flugzeug der FH Aachen gesammelt. Nach dem Flug dürfen die Schüler sogar selbst ans Steuer, im Flugsimulator von Aixplane werden Start und Landung geprobt.

Möglich macht dies das Aachener Modell II. Die Workshop-Reihe zur individuellen Begabungsförderung in der Städteregion Aachen ist ein gemeinsames Projekt der Sparkasse Aachen und der Vereinigten Unternehmerverbände (VUV). Die 15 Teilnehmer des Workshops „Der Traum vom Fliegen“ wurden von ihren Schulen ausgewählt um ihre persönliche Begabung im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich weiter zu fördern.

Ziel des Aachener Modell II ist es, die sogenannten MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) attraktiv und interessant für die Schüler von Gymnasien und Gesamtschulen zu machen. Fünf Workshops werden hierfür angeboten, auch im musischen und kreativen Bereich werden Schüler gezielt gefördert. „Der Traum vom Fliegen“ bildet den Abschluss des diesjährigen Programms, welches auch im nächsten Schuljahr angeboten wird.

Der Workshop auf dem Flugplatz Merzbrück wird geleitet vom Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen. Mit großer Leidenschaft sind die Professoren Peter Dahmann und Frank Janser dabei, fliegen mit den Schülern in FH-eigenen Maschinen und bringen ihnen das Thema näher. „Wir wollen die Schüler für den Ingenieursberuf begeistern und zeigen: Ingenieur werden ist schon sexy“, sagte Janser, der selbst passionierter Pilot ist. Die FH Aachen engagiert sich intensiv beim Aachener Modell II, vier verschiedene Fachbereiche bieten anwendungsorientierte Workshops an.

Dabei wollen sie auch auf einen wichtigen Punkt aufmerksam machen: die Region hat für Ingenieure sehr große Entfaltungsmöglichkeiten, jedoch ziehe es viele nach ihrem Studium in die technologischen Ballungsgebiete wie München oder Hamburg. Dabei haben Ingenieure und Fachkräfte laut Jasper in der Städteregion eine sehr große berufliche Perspektive, was vielen jedoch nicht bewusst zu sein scheint.

Nach diesem Workshop - so der Wunsch der Initiatoren - sollte es jedenfalls keine Überraschung sein, wenn sich der ein oder andere Teilnehmer nach seiner Schulzeit für eine Karriere im Bereich Luft- und Raumfahrt entscheidet.