Kreis Düren: Das Hoch „Friedrich” treibt Luftdruck auf Rekordniveau

Kreis Düren : Das Hoch „Friedrich” treibt Luftdruck auf Rekordniveau

Wunderbares Winterwochenende im Kreis Düren mit Raureif an den Bäumen, tiefblauem Himmel und knackigen Nachtfrösten. Wer konnte da hinter dem Ofen sitzen bleiben.

Das riesige Hoch „Friedrich”, das am Samstag über der Ostsee lag und am Sonntag über Sachsen ist dafür verantwortlich. Hinter der am Freitag eingeflossenen Polarluft bildete sich ein Rekordhoch.

Auch im Kreis Düren wurde seit 1965 kein so hoher Luftdruckwert mehr gemessen. Der Flughafen Nörvenich meldete am Samstagmittag den höchsten Wert seit Gründung im Jahre 1965 mit 1046,2 hPa. Auch aus der Südeifel (Nürburg) und aus Aachen wurden noch Maxima von 1045 hPa gemeldet.

Als gemessener Luftdruckrekord in Deutschland gilt offiziell der am 23. Januar 1907 in Berlin ermittelte Wert von 1057,8 hPa. Schon Anfang Januar war aus dem europäischen Teil Russlands ein noch höherer Luftdruckwert über Archangelsk mit 1060 hPa gemeldet worden.

Hoch „Friedrich” setzt die Tradition der diesjährigen Winterhochs fort. Schon vor Weihnachten hatten wir eine 14-tägige Hochdruckperiode.

Auch wenn der Winter erst in zehn Tagen zu Ende geht, die Bilanz zeigt eindeutig extreme Mildheit. Mit einem Durchschnitt von +4,5 Grad (Düren) gehörten die letzten drei Wintermonate zu den zehn wärmsten der letzten 50 Jahre. Normale Winter erreichen im Dürener Land +2,7 Grad und 0,6 Grad. Rekordhalter bleibt also das Vorjahr mit dem sagenhaften Mittelwert von +6,5 Grad (Aachen), also noch fast 2 Grad wärmer als dieses Jahr. Einen Skitag an den Eifeler Liftstationen hat es auch in diesem Winter noch nicht gegeben.

Dafür war der gestrige Sonntag oberhalb von 500 Meter Seehöhe am wärmsten. Von Vossenack über Mützenich bis Hollerath konnten die Wanderer bei 10 Grad auf der Sonnenterrasse Kaffee trinken.

Am Samstagmorgen erreichten wir bei glasklarem Nachthimmel und trockener Polarluft den wahrscheinlichen Kältetiefpunkt des Winters. Hier eine Auswahl der niedrigsten Temperaturen:

Hergarten -8,8 Grad, Drove -8,0 Grad, Vlatten -7,7 Grad, Heimbach -7,2 Grad (Boden -10,2), Schmidt -5,5, Nörvenich -5,0 Grad (Boden -9) und Vettweiß -4,5 Grad.

Bis zum gestrigen Sonntag summierten die Wetterbeobachter bereits mehr Sonnenstunden auf, als das langjährige Mittel vorgibt. In Zülpich waren es 103 Stunden (Mittel Feb. 85 Stunden), in Nörvenich 101 Stunden.

Bis Mittwoch bleibt die Sonne noch, dann wird es deutlich wärmer und kurz etwas feuchter. Am kommenden Wochenende sind dann durchaus frühlingshafte 15-17 Grad möglich. Regen bleibt Mangelware.