Heinsberg-Oberbruch: „Das Fenster zum Flur” verklärt Annis Blick

Heinsberg-Oberbruch : „Das Fenster zum Flur” verklärt Annis Blick

Am Donnerstag, 22. April, 20 Uhr, gastiert das Theater am Kurfürstendamm/Komödie Gastspiele Berlin in der Festhalle Oberbruch.

Es wird das Berliner Volksstück „Das Fenster zum Flur” von Curth Flatow und Heinz Pillau, unter anderem mit Edith Hancke und Klaus Sonnenschein aufgeführt.

Das kommt davon, wenn man immer nur das Beste will, aber lauter Unheil anrichtet, weil man zu diktatorisch ist und der Familie immer wieder den eigenen Willen aufzwingt! Anni Wiesner schuftet, macht und tut und ist nur für ihre Familie da, aber die ist gar nicht dankbar dafür.

Anni, rastlos umtriebige Portiersfrau, wohnt mit ihrer Familie im Souterrain und kämpft dafür, dass ihre Kinder einmal raus aus dem Keller und - in jeder Beziehung - ganz nach oben kommen.

Sohn Herbert studiert zutiefst widerwillig Medizin, nur um seiner Mutter zuliebe „Doktor” zu werden. Tochter Inge sollte nach Annis Plänen Balletteuse werden, schlägt sich aber als Kellnerin durch und geht in Liebesdingen störrisch eigene Wege. Nur die Älteste, Helen, hat scheinbar ihr Ziel erreicht und ist angeblich Frau eines Millionärs in New York.

Aber das Familienglück der Wiesners steht auf sehr wackeligen Füßen - alles kommt anders, als es sich Anni erträumt hat. Doch erstaunlicher Weise finden alle Familienangehörigen auch ohne die energische Anni ihren Weg.

In Anni Wiesner werden viele Zuschauer ihre eigene Mutter wieder erkennen - nur die betroffenen Mütter werden sich entrüstet dagegen verwahren, mit dem Prototyp energischer Mütter verglichen zu werden. „Das Fenster zum Flur” spielt in den fünfziger Jahren, aber die Figuren, die darin auftauchen, gibt es heute wie damals.

Eintrittskarten können beim Schul-, Kultur- und Sportamt der Stadt Heinsberg, Rathaus, Apfelstraße 60, Zimmer 503, 02452/14-192, vorbestellt werden.

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