Kreis Heinsberg: Das Engagement der Bürger wird seit 15 Jahren gefördert

Kreis Heinsberg : Das Engagement der Bürger wird seit 15 Jahren gefördert

Mit einem Tag der offenen Tür feierte das Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum im Kreis Heinsberg, das in der Kreisstadt an der Hochstraße 24 zu finden ist, sein 15-jähriges Bestehen.

Mitglieder der Selbsthilfegruppen, interessierte Bürger, ehrenamtliche Mitstreiter, ehemalige Mitarbeiter des Zentrums, Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und der Heinsberger Bürgermeister Wolfgang Dieder waren gekommen.

„Wir leben den Teamgedanken und gestalten unsere Arbeit nicht mehr separat nach den Schwerpunkten, sondern versuchen Synergien zu schaffen“, betonten ­Birthe Schnittker als Ansprechpartnerin für den Schwerpunkt Selbsthilfe sowie Angela Mirbach und Julia Wilms für den Schwerpunkt Freiwilligenarbeit, die allesamt im SFZ unterstützt werden von Brigitte Krükel als Verwaltungsfachkraft. Das bürgerschaftliche Engagement sei sowohl Element der Selbsthilfegruppen wie der Arbeit im Freiwilligen-Zentrum, zeigte sich das Team einig. Als Beispiel nannten die Teammitglieder die Einrichtung einer bereichsübergreifenden Gruppe, die gemeinsames Singen betreibe. Anliegen sei es dabei, die körperliche sowie seelische Gesundheit zu fördern und Freude zu empfinden.

Projekte stünden weiterhin als erprobte Methode zur Realisierung von Themen im Mittelpunkt der Arbeit. Aktuell sei da das Projekt „In-Gang-Setzer“ zu benennen. Ziel dieses Projekts sei die Schulung von Ehrenamtlern in den Fragen, wie Selbsthilfegruppen gegründet, Konflikte vermieden oder gelöst und die geschulten Ehrenamtsmitarbeiter als Multiplikatoren beratend auch in schon bestehenden Selbsthilfegruppen tätig sein könnten.

Ganz aktuell könne das Gelernte bei der Gruppengründung „Soziale Ängste — Selbsthilfegruppe für Frauen“ am 28. Juni um 18 Uhr im SFZ umgesetzt werden. Die Gruppe widme sich Betroffenen, die an einer ­Sozialphobie leiden und bei denen die Ängste unüberwindbar erscheinen würden. Ziel dieser ­neuen Selbsthilfegruppe für Frauen sei es, gemeinsam einen Weg aus der Einsamkeit zu finden.

Im Jahr des 15-jährigen Bestehens hat das Team des SFZ weitere Aktionen geplant. Im September wird aus Anlass der Woche des bürgerschaftlichen Engagements das Thema Wohnungsnot unter dem Motto „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ in den Blickpunkt gerückt. Am 11. Oktober wird im Rahmen der landesweiten Selbsthilfe-Truck-Tour „Selbsthilfe bewegt in NRW“ auch das SFZ beteiligt sein: Ein Truck mit Informations- und Unterhaltungsangeboten wird dann in Erkelenz auf dem Marktplatz zu entdecken sein. Schließlich will das SFZ in diesem Jahr noch einen Workshop zum Thema „Balance zwischen Fürsorge und Selbstsorge“ realisieren.

Dass zum 15-Jährigen des SFZ nicht nur die Gäste vor Ort gratulierten, war an einer Bildergalerie ersichtlich, die auf den Schreibtischen platziert war. Nicht ohne Stolz konnte das Team auf die Glückwünsche von Prominenten wie Dieter Nuhr, Hape Kerkeling, Carolin Kebekus und Atze Schröder verweisen.

(jwb)