Kreis Heinsberg: Danke sagen beim Ehrenamtstag in der Heinsberger Begegnungsstätte

Kreis Heinsberg : Danke sagen beim Ehrenamtstag in der Heinsberger Begegnungsstätte

Sie engagieren sich ehrenamtlich auf vielfältige Weise in den Kontakt- und Beratungsstellen (KBS) für psychisch kranke Menschen, die der Caritasverband in Heinsberg, Übach-Palenberg und Erkelenz. Gemeint sind die Ehrenamtlichen, die hier ihren Dienst unter anderem im Bistro, Internetcafé, im Treffpunkt, Knopfloch und in der Nähwerkstatt verrichten.

Untereinander kennt man sich nicht oder nur kaum, weiß oft nicht um die Abläufe in den anderen Kontakt- und Beratungsstellen. Erstmals waren nun alle Ehrenamtlichen zum Ehrenamtstag in der Begegnungsstätte Heinsberg eingeladen, um sich auszutauschen und fortzubilden.

„Es war der Wunsch der Ehrenamtler, eine Fortbildung für alle zu machen sowie einen Austausch der einzelnen Ehrenamtlichen der verschiedenen Standorte zu ermöglichen“, erklärte Uschi Witt von der KBS Heinsberg. Diesem Wunsch sei man gerne nachgekommen. Gleichzeitig sei der Ehrenamtstag auch eine Anerkennung des Ehrenamtes, erläutere Brigitte Hoevel-Haberland von der KBS Erkelenz.

Dies hatte auch Hermann-Josef Ronkartz, Leiter der Abteilungen Gefährdete und behinderte Menschen sowie Gemeindedienste, zu Beginn betont. „Wir sind geehrt, Sie als Ehrenamtliche zu haben.“ Dieser Tag sei auch „ein Tag der Wertschätzung für all das, was Sie machen und leisten in Ihrem Ehrenamt“. Beide Seiten — die Kontakt- und Beratungsstellen und die Ehrenamtlichen — würden profitieren.

Anschließend begann der erste Teil des Ehrenamtstages mit der Fortbildung, bei der es um Abgrenzung und Selbstfürsorge im Ehrenamt ging. In kleinen Vorträgen und Gruppenarbeiten brachte Referent Hans-Peter Katz, Supervisor und Sozialpädagoge aus Mönchengladbach, den Ehrenamtlichen das Thema näher.

Nach einem Mittagsimbiss stellten Uschi Witt und Brigitte Hoevel-Haberland das Ehrenamtskonzept für die ehrenamtliche Tätigkeit von Menschen mit einer psychischen Erkrankung in den Kontakt- und Beratungsstellen, die Leitgedanken, Rahmenbedingungen und Ziele, vor. Im zweiten Teil hatten die Ehrenamtlichen dann Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich untereinander auszutauschen.

Dabei wurde deutlich, wie gewinnbringend und bereichernd für sie alle das ehrenamtliche Engagement in den Kontakt- und Beratungsstellen ist. Für Lydia Steckel, Ehrenamtlerin der KBS Übach-Palenberg, ist ihr Ehrenamt ein Dank für die Hilfe, die sie ­früher in der KBS erfahren habe. Hubertine Bohnen, Ehrenamtliche in der KBS Heinsberg, sieht im Ehrenamt ein Geben und Nehmen.

Und Inge Klaus, die sich in der KBS Erkelenz ehrenamtlich engagiert, sagt: „Ehrenamt ist das Einbringen in soziale Strukturen mit Menschen, Hilfe zur Selbsthilfe.“ Zum Abschluss waren sich alle einig, dass es ein gelungener Tag war.