Heinsberg: Dänische Soldaten-Familien sagen „Dankeschön”

Heinsberg : Dänische Soldaten-Familien sagen „Dankeschön”

Die Nato Airborne Early Warning-Flugzeuge (E3A) wurden vor 21 Jahren in Teveren stationiert. Die Dänen waren von Anfang an dabei.

Die ersten von ihnen hatten sich später in der Nähe der Nato-Airbase häuslich niedergelassen, da es damals relativ wenige Wohnungen gab.

Später bezogen die Dänen Wohnungen in der Nähe von Heinsberg und in der Stadt Heinsberg.

Die dänische Gruppe besteht aus 27 Familien, die hauptsächlich in Heinsberg wohnen. Zwar sind es nicht sehr viele - doch offensichtlich genug, um akzeptiert zu werden.

Der Alltag ist zwar derselbe wie in Dänemark, aber die übrigen Familienmitglieder können doch erhebliche Probleme bekommen. Viele Ehepartner müssen, wollen sie den Stationierten folgen, ihre Stellung in der Heimat kündigen.

Alle Bindungen zum Arbeitgeber und die kollegialen Beziehungen reißen ab. Die Kinder müssen ihre Schule, ihre Freunde verlassen und werden aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen.

Besonders zu Beginn kann eine Stationierung für ein Kind unüberwindlich wirken. Für einige Kinder ist dieser Umzug so schlimm, dass die Mütter und Kinder zurückfahren und den Vater alleine lassen müssen.

Gemeinsam stehen die Familien also neuen Herausforderungen gegenüber, auf die sie eigentlich vorbereitet waren - aber so einfach wie die Theorie ist die Praxis dann doch nicht.

Hilfestellung schon beim Einzug

Die in Heinsberg wohnenden Familien werden von der hiesigen Bevölkerung vielfach unterstützt. Die deutschen Familien tragen wesentlich dazu bei, dass die Kinder von Anfang an in der Schule sowie in der Freizeit gut aufgehoben sind.

Schon beim Einzug stehen die ersten deutschen Familien bereit, um den dänischen zu helfen und sind auch interessiert, sie kennen zu lernen.

Schnell vertrauen die Deutschen ihren dänischen Nachbarn, bitten sie zum Beispiel, auf ihre Häuser aufzupassen, wenn sie verreist sind.

Das Verhältnis zwischen den Dänen und den Deutschen hat sich so entwickelt, dass sie nicht selten Urlaub und Freizeit zusammen verbringen.

Die Dänen sind auch der Auffassung, dass öffentliche Angestellte ins Heinsberg immer bereitwillig und professionell Hilfe und Unterstützung leisten.

Die Integration in das deutsche System verläuft reibungslos, und Probleme werden auf jede mögliche Weise gelöst.

Das Schulsystem klappt phantastisch, und sowohl Lehrpersonal als auch Schüler sind sehr aufgeschlossen; den besonderen Anforderungen der dänischen Kinder stehen sie positiv gegenüber und sie legen großen Wert darauf, diesen optimale Voraussetzungen und einen guten Start zu geben.

Nach Meinung der Dänen ist das deutsche Schulsystem auf mehreren Gebieten ein bisschen besser als in Dänemark.

So stellt man zum Beispiel größere Anforderungen an das Selbststudium und an Schularbeiten, und das Einüben geschieht in einem höheren Tempo.

Die Sprach-Barriere ist meist die größte Herausforderung für die Kinder, doch nach ungefähr einem halben Jahr haben sie diese gemeistert.

Die Stadt Heinsberg und ihre Einwohner, so betont die dänische Gemeinschaft, haben einen großes Dankeschön verdient für ihr Engagement, die Dänen zu integrieren.

Ohne diese Unterstützung gäbe es für die dänischen Familien nicht diese positiven Erlebnisse während ihrer Stationierungszeit.

Die Heinsberger könnten darauf sehr stolz sein und die dänische Gemeinschaft hofft, dass viele Menschen aus diesem Miteinander lernen: „Es ist unser Wunsch, dass diese Integration und dieses Engagement bestehen bleiben können und weiter ausgebaut werden.”