Hückelhoven: Comeback: Rurtaltrio begeistert mit der Lachshow „Nabend zusammen”

Hückelhoven : Comeback: Rurtaltrio begeistert mit der Lachshow „Nabend zusammen”

Nach Jahren der Abwesenheit zog es das Rurtaltrio mit seiner unverdorbenen Lachshow „Nabend zusammen” wieder in die Hückelhovener Aula. Als Gäste hatten sie den Wegberger Christian Pape und den aus Baesweiler stammenden Jürgen B. Hausmann dabei.

„Liebe Kulturfreunde und denen ihre mitgebrachten Frauen”, begrüßte Brüh in seiner Rolle als Feuerwehrmann Jackels die zahlreich erschienen Fans. Er war voll des Lobes. So sei die Aula immer noch „so bildschön, wie wir sie damals zurückgelassen haben”.

Bevor mit Christian Pape einer der Newcomer der Comedy-Szene die Bühne betrat, wussten Jackels und Hastenraths Will (Christian Macharski) viel zu berichten aus dem virtuellen Dorf Saffelen. Zum Beispiel, dass die Sterberate im Altenheim „Gnadenbrot” gesunken sei, seit der neue Koch eingestellt wurde.

Oder dass Jackels nun auch Präsident des örtlichen Karnevalsvereins „Fötschesföhler” sei und dass bei Baumfällarbeiten am Sportplatz ein Spieler der Uetterather Mannschaft von einer herabstürzenden Pappel erschlagen worden sei. „Vielleicht hätten wir ja bis Spielende warten müssen”, meinte Hastenrath dazu lapidar.

Nachdem Jackels und Will das Neueste aus Saffelen kundgetan hatten, betrat Pape die Bühne mit einer rosa Wickeltasche, um mit Ausschnitten seines ersten Soloprogramms „Schief gewickelt” ausgiebig über seine Erlebnisse als frisch gebackener Vater zu berichten. Dabei sinnierte er über die Vorteile des Babyphons und verriet auch ein bewährtes Hausmittel gegen schreiende Kinder: Petersilie in die Ohren stecken. Doch auch Stress hat man als Vater, zum Beispiel, wenn man den Kinderwagen samt Baby in der Kneipe vergisst.

Zwischendurch betätigte sich Pape auch immer wieder als Sänger. Besonders bemerkenswert waren die Rap-Version von „La-Le-Lu” und die Version vom „Bi-Ba-Butzemann” im Stile Falcos.

Nach der Pause verriet das Rurtaltrio, was „ein gewisser Bernd Jansen” in seiner verlorenen Tasche alles mit sich herumträgt: haufenweise Schokolade, einen Sammelband des Playboy und die größten Hits von Howard Carpendale.

Natürlich ließ es sich Jansen nicht nehmen, die Tasche sofort am Bühnenrand in Empfang zu nehmen. Einen besonderen Leckerbissen der Sprachkunde bot der „Humorkonditor” Jürgen B. Hausmann, der schon 2001 bei „Nabend zusammen” in Hückelhoven gastierte.

Er befasste sich mit der recht eigenen Sprache und Grammatik des Kreises Aachen, wo man Sätze zu hören bekommt wie „Der Auto steht in die Karage” oder autokanibalistische Ankündigungen wie „Ich koch mich für zwei Tage”.

Hausmann wusste auch viel zu berichten aus dem durchschnittlichen Ehealltag mit seinen Tücken und Fallen. Dabei betätigte er sich ebenfalls als Sänger, was beim Publikum auch sehr gut ankam. Ebenso wie Pape wurde auch Hausmann nicht ohne eine Zugabe von der Bühne gelassen.

Man weiß ja nicht, wann und ob es noch einmal „Nabend zusammen” in Hückelhoven geben wird. Zumindest Mitveranstalter Jürgen Laaser von KulturPur mochte auf Nachfrage zu entsprechenden Spekulationen nichts sagen. Das Publikum war nach der fast achtjährigen Pause auf jeden Fall hochzufrieden.